Bernstein macht eine bahnbrechende Prognose: Im Jahr 2026 startet der „Tokenisierung-Superzyklus“, Bitcoin strebt 200.000 US-Dollar an

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Die bekannte Wall Street-Brokerage Bernstein veröffentlicht den Ausblick für den Kryptomarkt 2026 und prophezeit eine bedeutende “Tokenisierung-Superzyklus”, der durch Stablecoins, tokenisierte Kapitalanlagen und Prognosemärkte angetrieben wird. Der Bericht beurteilt, dass der Kryptomarkt Ende 2025 den Tiefpunkt erreicht hat und die Zielpreise für Bitcoin in 2026 und 2027 bei 150.000 USD bzw. 200.000 USD verankert sind.

Analysen deuten darauf hin, dass kryptobezogene Aktien wie Robinhood und Coinbase die Hauptprofiteure dieses Zyklus sein werden, während die erwartete 56%ige Steigerung des Stablecoin-Angebots und die Verdoppelung des Wertes tokenisierter Vermögenswerte auf der Blockchain den Übergang von spekulativen Vermögenswerten zu einer praktischen Phase der Entwicklung der nächsten Generation der Finanzinfrastruktur markieren.

Markt hat den Tiefpunkt erreicht: Bernstein setzt den Ton für den Krypto-Bullenmarkt 2026

Nach den Turbulenzen und Rückgängen Ende 2025 begrüßt der Markt zu Beginn des neuen Jahres eine bedeutende Bestätigung aus dem traditionellen Finanzsektor. Das Bernstein-Team, angeführt von Analyst Gautam Chhugani, stellt in seinem neuesten Bericht klar, dass sie** „guten Grund haben zu glauben, dass der Bitcoin- und der breitere digitale Vermögenswertmarkt den Tiefpunkt erreicht haben“** und bewertet den Bitcoin-Tiefstand im späten November letzten Jahres bei fast 80.000 USD als potenziellen Boden dieses Zyklus. Diese Einschätzung bringt eine entscheidende Wende in der Marktstimmung, da die Phase der extremen Panikverkäufe möglicherweise vorbei ist und den Weg für eine strukturelle Aufwärtsbewegung ebnet.

Bernsteins Ansicht ist nicht isoliert. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts schwankt der Bitcoin-Preis um die 92.000 USD, während mehrere Analyseinstitute wie Fundstrat eine Abschwächung der Abwärtsdenden beobachten. Sean Farrell, Leiter der digitalen Vermögenswerte bei Fundstrat, weist darauf hin, dass die Expansion der Bilanz der Federal Reserve und die Reduktion der Mittel im US-Schatzamt die Liquiditätsbedingungen verbessern und Risiken für Vermögenswerte wie Bitcoin stützen. Technisch versucht Bitcoin, nach dem kurzfristigen Widerstand bei 91.400 USD nach oben zu brechen, während die technische Erholung und die sich aufhellende makroökonomische Liquiditätslage eine Resonanz erzeugen.

Besonders wichtig ist, dass Bernstein die übermäßigen Sorgen bezüglich eines Topps im traditionellen „Vierjahreszyklus“ stark widerlegt. Der Bericht betont, dass die treibenden Kräfte des aktuellen Marktes sich von Privatinvestoren- Spekulationen hin zu institutioneller Adoption verschoben haben, angetrieben durch tokenisierte und regulierte Finanzinfrastrukturen, die die „digitale Vermögensrevolution“ vorantreiben. Damit wird die zeitliche und räumliche Dimension des aktuellen Bullenmarktes über historische Muster hinaus ausgeweitet. Das bedeutet, dass sich die fundamentale Logik des Marktes grundlegend verändert hat und die Erfahrung mit historischen Preiszyklen möglicherweise nicht mehr ausreicht.

Analyse des „Tokenisierung-Superzyklus“: Drei Säulen, die die Zukunft antreiben

Der Kernpunkt des Bernstein-Berichts ist, dass der Aufschwung des Marktes 2026 nicht nur von einer reinen Geldstory getrieben wird, sondern von einem soliden „Tokenisierung-Superzyklus“. Dieser Superzyklus manifestiert sich in drei eng verbundenen, sich gegenseitig verstärkenden Bereichen, die die nächste Generation der Finanzinfrastruktur formen.

Säule eins: Stablecoins – vom Handelsinstrument zu Mainstream-Zahlungs- und Bankeninfrastruktur

Stablecoins sind längst nicht mehr nur ein Medium für den Handel an Krypto-Börsen. Bernstein prognostiziert, dass ihre Anwendung in großem Umfang in den Mainstream-Geschäftszahlungsverkehr und das Bankwesen vordringen wird. Der Bericht schätzt, dass das globale Angebot an Stablecoins bis 2026 um 56% jährlich steigen und etwa 420 Milliarden USD erreichen wird. Die treibenden Kräfte sind klar: die breite Akzeptanz durch Finanztechnologieunternehmen wie Block, Revolut und PayPal sowie Lösungen für grenzüberschreitende Zahlungen, Überweisungen an Verbraucher und neue Stablecoin-Banken. Beispielsweise ermöglicht Visa durch sein Visa Direct-Netzwerk Unternehmen, in Minuten USDC-basierte grenzüberschreitende Zahlungen an Kreative und Freiberufler zu leisten.

Diese „Infiltration“ in die Mainstream-Finanzwelt löst eine stille fundamentale Revolution aus. Zahlungsriesen wie Visa und Mastercard sind bereits aktiv. Sie widerstehen nicht, sondern integrieren Stablecoins tief in ihre Netzwerke als effiziente „Abrechnungstools“. Visa unterstützt USDC-Abrechnungen über das Solana-Netzwerk, mit einer jährlichen Abrechnungsrate von über 3,5 Milliarden USD; Mastercard arbeitet mit Ripple und anderen zusammen, um eine flexible „Compliance-Connect-Schicht“ aufzubauen. Ihr strategisches Ziel ist es, die zukünftige Abrechnungsschicht im Wert von 40 Billionen USD zu kontrollieren und sicherzustellen, dass sie in jedem technologischen Paradigma im Zentrum des Kapitalflusses bleibt.

Säule zwei: Tokenisierung realer Vermögenswerte – Wertsprung im Milliardenmarkt

RWA-Tokenisierung ist der Prozess, bei dem Rechte an traditionellen Finanzanlagen wie Anleihen, Fonds und Immobilien in digitale Nachweise auf der Blockchain umgewandelt werden. Bernstein ist äußerst optimistisch für diesen Bereich und prognostiziert, dass der auf der Blockchain gebundene Wert tokenisierter Vermögenswerte bis 2026 mehr als verdoppelt wird, von etwa 37 Milliarden USD im Jahr 2025 auf rund 80 Milliarden USD.

Dieser Fortschritt markiert eine Paradigmenverschiebung im Kapitalmarkt. Tokenisierung ermöglicht die Automatisierung und Transparenz bei Emission, Handel, Abwicklung und Verwaltung von Vermögenswerten, was Effizienz steigert und die Zugänglichkeit senkt. Hochwertige Vermögenswerte mit bisher geringer Liquidität (wie Private-Equity oder Kunstwerke) können dadurch breiter gehandelt werden. Der Bericht hebt die Firma Figure als einen der wichtigsten „Tokenisierungsagenten“ hervor, was die strategische Bedeutung dieses Bereichs in der Investmentbanking-Landschaft unterstreicht.

Säule drei: Prognosemärkte – Wachstumsmotor im Milliardenbereich

Als weiterer Vorreiter der Token-Anwendungen spielen dezentralisierte Prognosemärkte im Bericht eine bedeutende Rolle. Bernstein prognostiziert, dass das Gesamtvolumen dieser Nische bis 2026 um 100% auf etwa 70 Milliarden USD steigen könnte. Bei durchschnittlichen Contract-Gebühren würde dies den Market Makern und Börsen jährlich etwa 1,4 Milliarden USD an Einnahmen bringen.

Das explosive Wachstum der Prognosemärkte ist im Wesentlichen ein Prozess, bei dem Informationen und Meinungen in Vermögenswerte umgewandelt und globale Wissenskapitalien genutzt werden. Sie spielen nicht nur in den Bereichen der Protokoll-Governance-Ergebnisse und Marktereignisse eine Rolle, sondern könnten künftig auch auf Sport, Unterhaltung, Wahlen und andere gesellschaftliche Ereignisse ausgeweitet werden, was einen riesigen alternativen Daten- und Derivatemarkt schafft.

Hauptprofiteure: Krypto-Aktien und die Neubewertung von Bitcoin-Proxy-Assets

Im Rahmen des „Tokenisierung-Superzyklus“ benennt Bernstein klar die wichtigsten Zielwerte. Das Bericht nennt Robinhood, Coinbase, Figure und Circle als „beste Tokenisierungs-Proxy-Assets“ und bewertet sie als „Outperformer“. Sie repräsentieren Schlüsselbereiche wie Einzelhandelszugang, integrierte Handels- und Infrastruktur für Institutionen, RWA-Innovation und Stablecoin-Emission und bilden ein Portfolio, um die Wertsteigerung dieses Zyklus zu erfassen.

Der Bericht hebt auch die typische „Bitcoin-Proxy-Asset“-Aktie Strategy hervor. Analysten weisen darauf hin, dass mit der Erholung des Bitcoin-Preises und der abnehmenden Sorge, dass es aus dem MSCI-Index ausgeschlossen wird, die Prämie auf Strategy-Aktien im Vergleich zum Buchwert von etwa 1,02 auf den langfristigen Durchschnitt von 1,57 steigen könnte. Diese Einschätzung basiert auf der direkten Verbindung zum Bitcoin-Preisanstieg und der Neubewertung ihrer einzigartigen Geschäftsmodelle im Bullenmarkt.

Potenzielle Risiken und Ausblick

Trotz des optimistischen Ausblicks ignoriert Bernstein die Risiken nicht. Der Bericht hat die Zielpreise für Circle und Coinbase nach unten korrigiert, was eine vorsichtige Bewertung der kurzfristigen Gewinnpfade widerspiegelt. Allgemein bleibt die Kryptoindustrie auf ihrem Weg zur Mainstream-Akzeptanz vor mehreren entscheidenden Hürden:

  1. Komplexe und uneinheitliche globale Regulierung: Die regulatorischen Rahmenbedingungen für Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und Innovationen entwickeln sich noch, und Unsicherheiten in der Politik sind ein Haupthindernis für die großflächige Implementierung durch Institutionen.
  2. Technologische Reife und Interoperabilität: Die aktuellen Blockchain-Netzwerke haben noch Grenzen bei Durchsatz, Kosten und Interoperabilität, die durch kontinuierliche technologische Upgrades (wie die fortlaufende Skalierung von Ethereum) überwunden werden müssen, um Vermögensflüsse im Billionenbereich zu unterstützen.
  3. Marktschwankungen und Kreditrisiken: Die inhärente Volatilität des Kryptomarktes bleibt bestehen, und neue DeFi-Protokolle oder zentralisierte Dienste könnten durch Smart-Contract-Schwachstellen oder Kreditrisiken das Vertrauen beeinträchtigen.

Fazit: Vom Zyklus- zum Wertschöpfungsnarrativ

Bernsteins Ausblick für 2026 markiert eine entscheidende narrative Wende: Er verschiebt den Fokus vom Rückblick auf den „Halbierungszyklus“ hin zu einer konkreten Perspektive auf den „Wertschöpfungszyklus“. Der „Tokenisierung-Superzyklus“ ist kein bloßes Hirngespinst, sondern eine reale Entwicklung, die durch messbare und nachvollziehbare Indikatoren wie Zahlungsströme in Stablecoins, hunderte Milliarden Dollar an on-chain Vermögenswerten und Prognosemarkt-Volumen belegt wird.

Für Investoren bedeutet dies, dass das Bewertungsframework aktualisiert werden muss. Neben Hashrate und ETF-Geldflüssen sollte man auch das Wachstum der USDC-Abrechnungen auf Solana, das Vermögen des BUIDL-Fonds (Belley-Digital-Liquiditätsfonds) und die Aktivität in den wichtigsten Prognosemärkten im Blick behalten. 2026 wird die Geschichte der Kryptowährungen zunehmend von regulierten Finanzingenieuren, Finanzchefs multinationaler Unternehmen und Produktmanagern der Mainstream-Finanzwelt geschrieben. Wenn Zahlungen, Anleihen und Derivate auf der Blockchain alltäglich werden, sprechen wir nicht mehr von einem Randphänomen der Spekulation, sondern von einem neu entstehenden, sich rasant entwickelnden Finanzsystem selbst.

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