DTCC ruft zur Standardisierung auf, um Fragmentierung bei DLT zu verhindern

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Der Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) hat einen 43-seitigen Fachbericht über Blockchain veröffentlicht, der die Risiken der Fragmentierung zwischen den Netzwerken der Distributed Ledger Technology (DLT) hervorhebt und darauf hinweist, dass diese die Skalierung und Anwendung digitaler Vermögenswerte im dezentralen Finanzökosystem (DeFi) behindern könnten.

Das Dokument wurde gemeinsam von DTCC, Clearstream und Euroclear verfasst, mit Beratung der Boston Consulting Group. Der Bericht fordert eine stärkere Standardisierung der Daten, eine Harmonisierung der Prozesse und eine klare Abgrenzung der Rollen der Beteiligten, um eine Fragmentierung im noch jungen DLT-Bereich zu vermeiden.

Laut den Autoren ist Interoperabilität ein entscheidender Faktor, um das volle Potenzial digitaler Wertpapiere auszuschöpfen, Anwendungsfälle zu vereinfachen, neue Geschäftsmodelle zu erschließen und gleichzeitig Liquidität, Sicherheit und Austauschbarkeit der Vermögenswerte zu gewährleisten.

Der Bericht dient als „neutraler Referenzleitfaden“ im Kontext der zunehmenden Anwendung von Blockchain im traditionellen Finanzsystem. Tokenisierung – der Prozess, reale Vermögenswerte auf die Blockchain zu bringen – sowie Stablecoins ziehen großes Interesse auf sich. Ende letzten Jahres erhielt die Tochtergesellschaft von DTCC, The Depository Trust Company, eine „No-Action“-Erklärung von der US-Börsenaufsicht SEC, die den Dienst der Tokenisierung von Depotwerten erlaubte.

Allerdings warnt DTCC, dass die Fragmentierung zwischen den aufkommenden DLT-Netzwerken zu einem der größten Hindernisse für die Skalierung wird. Ohne Interoperabilität könnten Vermögenswerte in isolierten Ökosystemen „stecken bleiben“, die Betriebskosten blieben hoch, während die Risiken im Betrieb und bei der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften weiter steigen.

Um diese Herausforderung zu bewältigen, schlägt der Bericht vor, bewährte Standards aus der traditionellen Finanzwelt (TradFi) zu referenzieren, darunter das Zahlungskommunikationssystem SWIFT und die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN). Die Autoren identifizieren fünf Kernbereiche, die standardisiert werden sollten: Vermögenswerte und Schulden, Eigentumsrechte, Lebenszyklus und Bewegungsprozesse der Vermögenswerte, das Ledger sowie rechtliche Rahmenbedingungen und Compliance.

Laut Nadine Chakar, Geschäftsführerin für digitale Vermögenswerte bei DTCC, ist Interoperabilität die Grundlage für die groß angelegte Skalierung und Anwendung digitaler Vermögenswerte. Sie betont, dass die Beteiligten sich auf Datenstandards, gemeinsame Normen und eine robuste Risikoverwaltung konzentrieren müssen, um eine Brücke zwischen TradFi und DeFi zu bauen, basierend auf Transparenz, Sicherheit und Vertrauen.

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