Bitwise-Investmentchef: Israel-Iran-Konflikt „verändert die Finanzwelt“, traditionelles Finanzwesen umarmt Blockchain schneller als erwartet

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Während die traditionellen Märkte während des Wochenendes vollständig geschlossen waren, verzeichnete die Krypto-Perpetual-Contract-Plattform Hyperliquid am Wochenende ein Handelsvolumen von über 11,5 Milliarden US-Dollar, wobei Bloomberg sogar ihre Rohöl-Preise zitierte. Bitwise-CEO Matt Hougan erklärte offen, dass dieses Wochenende bewiesen habe, dass On-Chain-Finanzierungen die traditionellen Börsen „bei weitem schneller“ ersetzen werden.
(Vorgeschichte: Bloomberg: Begrenzte Auswirkungen des US-Iran-Kriegs auf Bitcoin, Schwankungen zwischen 60.000 und 70.000 USD, Hyperliquid-Kontrakte als Hedging-Indikator)
(Hintergrund: Iran blockiert Hormuzstraße, „schießt auf mehr als zehn Öltanker“! Trump droht: Vorübergehende Toleranz gegenüber Ölpreisanstieg, Zusammenarbeit mit Deutschland und Israel im Kampf gegen Iran)

Inhaltsverzeichnis

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  • Bitwise-CEO: „Fünf- bis Zehn-Jahres-Prognosen wurden dieses Wochenende widerlegt“
  • Bloomberg berichtet über Hyperliquid-Preise
  • Die Nachholjagd der NYSE

Während die globalen Aktienmärkte aufgrund des Wochenendstillstands still sind, testet eine geopolitische Krise die Reaktionsgeschwindigkeit des Finanzsystems. Letztes Wochenende griff die USA zusammen mit Israel Iran an, doch alle Börsen in New York, London und Tokio waren geschlossen. Diese Krise wurde unerwartet zum „Stresstest“ für On-Chain-Finanzierungen, mit überraschenden Ergebnissen für die traditionelle Finanzwelt.

Bitwise-CEO: „Fünf- bis Zehn-Jahres-Prognosen wurden dieses Wochenende widerlegt“

Bitwise-CEO Matt Hougan gab in einem Memo mit dem Titel „Das Wochenende, das die Finanzwelt veränderte“ zu, dass er früher glaubte, die traditionelle Finanzwelt würde mindestens fünf bis zehn Jahre brauchen, um auf die Blockchain umzusteigen. Dieses Wochenende habe seine Einschätzung jedoch komplett umgekrempelt.

„Den ganzen Sonntag über hat die On-Chain-Finanzierung die Wall Street ersetzt und ist zum Kern der globalen Finanzwelt geworden“, schrieb Hougan. Er betonte weiter, dass die 24/7-Handelsfähigkeit der Blockchain die traditionellen „Wertpapierbörsen und T+1-Abwicklungssysteme“ veraltet erscheinen lasse.

Hougan ist der Ansicht, dass für Hedging-Fonds und Banken, die in Echtzeit auf geopolitische Ereignisse reagieren wollen, keine andere Wahl bleibe — sie müssten Stablecoins-Wallets einrichten und direkt auf Plattformen wie Hyperliquid handeln.

Während der Angriffe in Iran am Sonntag, als alle traditionellen Märkte geschlossen waren, griff Bloomberg auf Hyperliquids Rohöl-Kontrakt zurück, um die Auswirkungen für Investoren zu messen.
Wenn Hedgefonds und Banken vor diesem Wochenende noch keine Stablecoins oder tokenisierte Assets betrachteten, tun sie es jetzt… pic.twitter.com/xSeSgHIuXz
— Bitwise (@Bitwise) 3. März 2026

Bloomberg berichtet über Hyperliquid-Preise

In der Lücke, die durch das Fehlen traditioneller Märkte entstand, wurde Hyperliquid, eine Plattform für unbefristete Krypto-Kontrakte, zum alternativen Handelszentrum für globale Vermögenswerte. Laut Daten von DeFi Llama erreichte das Handelsvolumen auf Hyperliquid an nur zwei Tagen, Samstag und Sonntag, über 11,5 Milliarden US-Dollar, inklusive tokenisierter Verträge für reale Vermögenswerte wie Rohöl und Gold.

Besonders bemerkenswert ist, dass Bloomberg bei der Berichterstattung über Rohölpreise nicht auf traditionelle Futures-Börsen, sondern auf Hyperliquids Rohöl-Perpetual-Contracts Bezug nahm — das war vor Kurzem kaum vorstellbar. Gleichzeitig stiegen die Tageshandelsvolumina des tokenisierten Goldprodukts XAUt von Tether auf über 300 Millionen US-Dollar, und die Aktivität in Prognosemärkten wie Kalshi und Polymarket nahm deutlich zu.

Die Nachholjagd der NYSE

Traditionelle Börsen sind sich dieses Trends durchaus bewusst. Im Januar kündigte die NYSE gemeinsam mit der Intercontinental Exchange (ICE) an, ein Blockchain-Abwicklungssystem zu entwickeln, das den 24/7-Handel und die Echtzeit-Abwicklung von Aktien und ETFs ermöglichen soll, inklusive Multi-Chain-Architektur und Asset-Depository.

Allerdings hat die NYSE bisher keinen konkreten Zeitplan für den Start veröffentlicht und auch keine Details zu verwendeter Blockchain oder Systemarchitektur bekanntgegeben — offen oder permissioned. Das steht im starken Gegensatz zu Hyperliquid, das seine Echtzeit-Handelsfähigkeit bereits in der Praxis bewiesen hat.

Für die Branche bedeutet das, dass dieses Wochenende mehr als nur ein „Stresstest“ war. Wenn die weltweit führenden Finanzmedien beginnen, Preise von DeFi-Plattformen zu zitieren, und institutionelle Investoren gezwungen sind, auf On-Chain zu handeln, verschiebt sich die Erzählung von RWA-Tokenisierung von „Zukunftsvision“ zu „Gegenwart“. Wenn traditionelle Börsen nicht schneller digitalisieren, könnten sie bei der nächsten globalen Krise weiter an Bedeutung verlieren.

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