Tokenisierte Goldmarktkapitalisierung überschreitet 4,4 Milliarden US-Dollar und wird zum Wochenend-Schlusskursindikator

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Wochenend-Handelsruhe: Wer legt den Preis fest? Blockchain übernimmt die Goldmarktpreisbildung

Wenn die Gold-Futures an der Chicago Mercantile Exchange (CME) am Wochenende geschlossen sind, übernehmen „Tokenisiertes Gold“ wie PAXG und XAUT fast die gesamte Preisfindung. Während der Wochenendpause zwischen CME-Schluss und Wiedereröffnung stehen die traditionellen Märkte still. Iggy Ope, ehemaliger Investmentchef bei Credit Suisse, erklärt, dass in dieser Zeit die Preisbildung für Gold auf die Blockchain verlagert wird und somit der einzige öffentlich transparente Handelskanal am Wochenende ist. Interessanterweise folgt der Preis bei der Wiedereröffnung der traditionellen Futures am Montag fast den Kursbewegungen im Krypto-Markt, was die Preisentdeckungsfunktion des On-Chain-Marktes deutlich zeigt.

Tokenisiertes Gold erreicht Marktkapitalisierung von über 4,4 Milliarden US-Dollar

Laut Cointelegraph ist die Verschiebung der Preisbildungsbefugnis eng mit dem explosiven Wachstum des tokenisierten Goldes verbunden. Im vergangenen Jahr hat dieser Sektor seine Marktkapitalisierung um fast 2,8 Milliarden US-Dollar erhöht und ist auf 4,4 Milliarden US-Dollar angewachsen. Mit einem beeindruckenden Wachstum von 177 % übertrifft es nicht nur den physischen Goldmarkt und die meisten Mainstream-Gold-ETFs, sondern die Anzahl der Wallet-Bestände hat sich ebenfalls fast verdreifacht. Es macht ein Viertel aller Nettozuflüsse im Bereich der Real-World Assets (RWA) aus und erreichte im vierten Quartal 2025 einen saisonalen Höchstwert von über 126 Milliarden US-Dollar an Transaktionen, was es zum zweitgrößten Goldanlageprodukt weltweit macht.

Rund um die Uhr, ein Vorteil für Risikoabsicherung und Arbitrage

Die 24/7-Verfügbarkeit des tokenisierten Goldes macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Investoren, um Risiken flexibel zu steuern. Die aktivsten Marktteilnehmer sind derzeit Market Maker und Krypto-Insider, die nicht nur durch Arbitrage zwischen digitalen und traditionellen Märkten profitieren, sondern es auch als Absicherungsinstrument in turbulenten Zeiten nutzen. Beispielsweise, als im Nahen Osten am Wochenende Konflikte ausbrachen, konnten traditionelle Investoren kaum reagieren, während Krypto-Fonds sofort in XAUT und PAXG flüchteten, was die Preise kurzfristig auf etwa 5.450 und 5.536 US-Dollar steigen ließ. Mittlerweile beobachten auch traditionelle Institutionen die On-Chain-Preise am Wochenende, um das Risiko von Kurslücken am Montag zu antizipieren.

Regulatorische Herausforderungen und Liquidität bleiben

Trotz vielversprechender Aussichten gibt es noch Hürden für die vollständige Verbreitung des tokenisierten Goldes. Ope gibt zu bedenken, dass die Liquidität solcher Vermögenswerte noch nicht mit der von traditionellen Futures oder ETFs vergleichbar ist. Große Investoren könnten durch Ein- und Ausstiege die Preise stark beeinflussen. Zudem sind die regulatorischen Rahmenbedingungen in den verschiedenen Ländern noch fragmentiert, und Unterschiede bei Verwahrung und Buchhaltung verzögern den Markteintritt großer Institutionen. Daher wird tokenisiertes Gold voraussichtlich nicht die traditionellen Finanzprodukte vollständig ersetzen, sondern in Zukunft koexistieren und jeweils unterschiedliche Funktionen erfüllen, um die Marktbedürfnisse zu decken.

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