Stripe-Gründer warnt: „Blockchain ist zu langsam“: KI-Agenten übernehmen alle Transaktionen, müssen mindestens auf 1 Milliarde TPS pro Sekunde skalieren

ACP-3,84%
MEME-5,98%
ICP-2,03%
SOL-2,18%

Zahlungsriese Stripe-Gründer Patrick und John Collison haben in ihrem neuesten Jahresbrief eine erstaunliche Prognose abgegeben: KI-Vertreter werden bald die dominierende Kraft im Online-Handel sein, und dann muss die Blockchain mindestens 1 Milliarde Transaktionen pro Sekunde bewältigen – doch derzeit erreichen die schnellsten Chains gerade einmal Tausend TPS, ein Unterschied von mehreren Hunderttausend Mal.
(Frühere Zusammenfassung: Stripe entwickelt heimlich eine neue Chain „Tempo“, integriert Bridge und Privy für nahtlose Stablecoin-Zahlungen)
(Hintergrund: Stripe kündigt über 40 Upgrades an: Open Issuance Plattform ermöglicht Unternehmen die einfache Ausgabe von Stablecoins, Kooperation mit OpenAI für das ACP-Protokoll)

Inhaltsverzeichnis

Toggle

  • Zuerst die Zahlen: Der enorme Unterschied zwischen Ideal und Realität
  • Lektionen von Memecoin: Blockchain kann schon jetzt nicht mehr mithalten
  • Fünf Stufen der KI-Vertreter-Entwicklung: Vom Formularausfüllen bis zur Entscheidungsfindung
  • Meinung: Stripe schreit nicht nur, sondern baut selbst die Straße

1 Milliarde Transaktionen pro Sekunde – das ist die ultimative Herausforderung, die die beiden Stripe-Gründer für die Blockchain gesetzt haben. In ihrem Jahresbrief vom Dienstag (25. Oktober) erklären Patrick Collison und John Collison offen: Mit der zunehmenden Übernahme des Online-Handels durch KI-Vertreter wird die Skalierungsbelastung für die Blockchain-Infrastruktur beispiellos sein. Und die Realität ist, dass derzeit keine Chain weltweit auch nur annähernd ein Zehntausendstel dieses Niveaus erreicht.

Zuerst die Zahlen: Der enorme Unterschied zwischen Ideal und Realität

Um die Erschütterung durch diese Prognose zu verstehen, muss man die aktuelle Leistungsfähigkeit der Blockchain kennen:

Laut Chainspect-Daten haben nur zwei Chains weltweit eine tatsächliche Transaktionsrate, die 1.000 TPS übersteigt:

  • Internet Computer Protocol (ICP): ca. 1.196 TPS (Höchstwert 25.621 TPS, Theoretisches Limit 209.708 TPS)
  • Solana: ca. 1.140 TPS (Höchstwert 5.289 TPS, Theoretisches Limit 65.000 TPS)

Selbst bei Solanas theoretischem Limit von 65.000 TPS liegt die Differenz zum angestrebten 1-Milliarde-Wert bei über 15.000-fach. Bei den aktuellen realen Tausend-TPS-Werten ist die Kluft sogar mehr als eine Million Mal.

Lektionen von Memecoin: Blockchain kann schon jetzt nicht mehr mithalten

Die Collison-Brüder nennen in ihrem Brief ein anschauliches Beispiel: Die Memecoin-Hype des letzten Jahres hat eine führende Blockchain fast zum Zusammenbruch gebracht, was dazu führte, dass Zahlungen auf der Stripe-Tochterplattform Bridge mehr als 12 Stunden verzögert wurden und die Transaktionskosten um das 35-fache stiegen.

Sie warnen, dass solche Überlastungen nicht nur nicht abnehmen, sondern durch die Verbreitung von KI-Vertretern noch verschärft werden:

„Wir glauben, dass KI-Vertreter bald den Großteil der Online-Transaktionen übernehmen werden. Dann muss die Blockchain in der Lage sein, mehr als eine Million – ja, sogar eine Milliarde – Transaktionen pro Sekunde zu verarbeiten.“

Fünf Stufen der KI-Vertreter-Entwicklung: Vom Formularausfüllen bis zur Entscheidungsfindung

Neben den Infrastrukturwarnungen skizziert der Stripe-Jahresbrief auch die Entwicklungspfade für die Kommerzialisierung von KI-Vertretern, die in fünf Fähigkeitsstufen eingeteilt werden:

Bereits erreichte Grundfähigkeiten (Level 1-2)

  • Level 1 – Formularausfüllung: Automatisches Ausfüllen von Webseitenformularen (z.B. Checkout, Registrierung)
  • Level 2 – Beschreibungsbasierte Suche: Ergebnisse anhand von Szenariebeschreibungen finden, nicht durch präzise Schlüsselwörter (z.B. „Suche ein Strandoutfit für ein Date“)

Die Collison-Brüder sagen, dass KI-Vertreter derzeit „an der Schwelle dieser beiden Stufen“ stehen.

Noch nicht erreichte fortgeschrittene Fähigkeiten (Level 3-5)

  • Level 3 – Persistentes Gedächtnis: Nutzerpräferenzen und Historie speichern, um wiederholtes Eingeben zu vermeiden
  • Level 4 – Aufgabendelegation: komplette Aufgaben im Auftrag erledigen (z.B. wöchentlicher Einkauf, Terminplanung)
  • Level 5 – Proaktive Vorhersagen: Lösungen anbieten, noch bevor der Nutzer fragt

Sie betonen, dass all dies nur möglich ist, wenn „Allgemeine Interoperabilität“ besteht – KI-Vertreter dürfen nicht in geschlossenen Ökosystemen gefangen sein, sondern müssen frei auf offenen Protokollen unterwegs sein.

Meinung: Stripe schreit nicht nur, sondern baut selbst die Straße

Der Wert dieses Briefs liegt nicht nur in den beeindruckenden Prognosen, sondern darin, dass Stripe aktiv in diese Richtung investiert.

Im Rückblick auf die letzten anderthalb Jahre zeigt sich eine klare Strategie: Im Oktober 2024 investierte Stripe 1,1 Milliarden US-Dollar in den Kauf des Stablecoin-Infrastrukturunternehmens Bridge, im Jahr 2025 folgte die Übernahme des Wallet-Entwicklers Privy. Zudem wird gemunkelt, dass Stripe gemeinsam mit Paradigm an der Entwicklung der eigenen Blockchain „Tempo“ arbeitet – einer hochperformanten Chain speziell für Zahlungsanwendungen. Außerdem kooperierte Stripe im letzten Jahr mit OpenAI bei der Einführung des ACP (Agentic Commerce Protocol), einem Protokoll für KI-gestützten Handel. Stripe ist also mehr als nur ein Brief, der große Worte macht.

Mit anderen Worten: Wenn Stripe sagt, „Blockchain braucht 1 Milliarde TPS“, ist die unausgesprochene Botschaft wahrscheinlich: „Wir wissen, dass das derzeit unmöglich ist, also bauen wir selbst eine Chain, die es kann.“

Das ist für bestehende Layer-1-Blockchains sowohl ein Vorteil als auch eine Warnung – Vorteil, weil die Unterstützung von Stripe das Narrativ von KI-Vertretern und Blockchain in den Mainstream katapultiert; Warnung, weil, wenn Chains wie Solana oder Ethereum bei der Skalierung nicht mithalten, das größte „KI-Vertreter-Zahlungssystem“ in Zukunft vielleicht nicht von dezentralen Communities, sondern von den Zahlungsriesen selbst gebaut wird.

Original anzeigen
Disclaimer: The information on this page may come from third parties and does not represent the views or opinions of Gate. The content displayed on this page is for reference only and does not constitute any financial, investment, or legal advice. Gate does not guarantee the accuracy or completeness of the information and shall not be liable for any losses arising from the use of this information. Virtual asset investments carry high risks and are subject to significant price volatility. You may lose all of your invested principal. Please fully understand the relevant risks and make prudent decisions based on your own financial situation and risk tolerance. For details, please refer to Disclaimer.

Verwandte Artikel

CEO BitGo: Das Krypto-Unternehmen hat einen strukturellen Vorteil im Rennen um die Verwahrung digitaler Vermögenswerte

Mike Belshe, CEO von BitGo, hebt die strukturellen Vorteile von native Krypto-Unternehmen im Bereich der Verwahrung digitaler Vermögenswerte hervor und stellt sie den Interessenkonflikten traditioneller Banken gegenüber. BitGo erwirtschaftet über 80 % seines Umsatzes aus stabilen Verwahrungsgebühren und hat kürzlich eine bundesstaatliche Banklizenz erhalten. Im September 2025 verwahrt BitGo Vermögenswerte im Wert von $104 Milliarden für über 4.900 institutionelle Kunden weltweit.

TapChiBitcoin1Std her

KI und die Herausforderungen im Betrieb von DeFi-Fonds

Krypto-Liquiditätsfonds wachsen rasant, da institutionelle Investoren vermehrt Interesse an digitalen Vermögenswerten und DeFi-Strategien zeigen. Dennoch verlassen sich viele Fondsmanager weiterhin auf ineffiziente Werkzeuge wie Tabellenkalkulationen zur Portfolioüberwachung über verschiedene Börsen und Protokolle hinweg. Die Komplexität der DeFi-Aktivitäten erschwert genaue Leistungs- und Risikobewertungen, was die Notwendigkeit von KI-Lösungen unterstreicht, um die Protokollklassifizierung und Portfolioanalyse zu automatisieren.

TapChiBitcoin1Std her

Ripple’s globale Zahlungsexpansion stärkt die institutionelle Rolle von XRP

Ripple’s globales Zahlungsnetzwerk expandiert rasant, da Finanzinstitute zunehmend nach Full-Service-Blockchain-Infrastrukturpartnern suchen und Ripple’s Ökosystem sowie XRP-Liquiditätsrahmen in den Mittelpunkt der nächsten Generation grenzüberschreitender Finanzen rücken. Ripple’s Expanding Payments Network

Coinpedia1Std her

Polkadot setzt Tokenomics am 12. März mit bedeutenden Änderungen bei DOT-Angebot und Staking zurück

Polkadot wird am 12. März einen neuen monetären Rahmen einführen, der die Obergrenze für DOT auf 2,1 Milliarden festlegt und die Emissionen um 53,6 % senkt. Die Überarbeitung wird auch einen Dynamic Allocation Pool schaffen und die DOT-Entbündungsfrist von 28 Tagen auf 24–48 Stunden verkürzen. Am 12. März wird Polkadot zurückgesetzt

CryptoNewsFlash6Std her

BlackRock senkt ETHB-Staking-Gebühr in aktualisiertem SEC-Antrag

BlackRock hat die vorgeschlagene Staking-Gebühr in der aktualisierten ETF S-1 Anmeldung von 18% auf 10% der ETH-Belohnungen reduziert. Der iShares Ethereum Trust plant, seine ETH-Bestände zu staken, um zusätzliche Rendite für den Fonds zu erzielen. Mehrere Firmen, darunter Fidelity Investments und Franklin Templeton, sind ebenfalls

CryptoFrontNews8Std her

Aave Labs schlägt ein spezielles Bug-Bounty-Programm für Aave V4 mit Sherlock vor

Aave Labs hat einen Vorschlag für ein spezielles Bug-Bounty-Programm veröffentlicht, das einen 24/7-Kanal zur Meldung von Sicherheitsproblemen vorsieht. Hochprioritäre Einreichungen erfordern, dass die Teilnehmer mindestens 250 USDC einsetzen, die im Falle eines ungültigen oder als Spam eingestuften Berichts einbehalten werden.

CryptoNewsFlash9Std her
Kommentieren
0/400
Keine Kommentare