OpenClaw hat nach einem hochkarätigen Token-Betrug im Zusammenhang mit seiner kürzlichen Neugestaltung eine strikte No-Crypto-Richtlinie in seinen Discord-Kanälen eingeführt. Peter Steinberger, der Schöpfer von OpenClaw, hat bestätigt, dass jede Erwähnung von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen zu einem Bann vom Server führen wird.
Die Richtlinie geriet in den Fokus, nachdem ein Nutzer gesperrt wurde, weil er die Blockhöhe von Bitcoin als Zeitreferenz in einem technischen Gespräch erwähnt hatte. Der Nutzer veröffentlichte den Vorfall in einem öffentlichen Forum, woraufhin Steinberger die Serverpolitik klären musste.
Steinberger rechtfertigte die harte Politik damit, dass alle Nutzer bei der Registrierung zustimmen, die Serverregeln einzuhalten. Die Richtlinie gilt für alle Formen von Kryptowährungsbezügen, egal ob in technischen Gesprächen oder anderswo.
Der gesperrte Nutzer erklärte, dass er die Erwähnung der Bitcoin-Blockhöhe nur zum Zweck des Benchmarkings gemacht habe. Steinberger hat inzwischen zugestimmt, den Nutzer wieder freizuschalten, und ihn gebeten, seinen Benutzernamen zu schicken, um wieder Zugang zu erhalten.
Die Richtlinie bleibt bestehen, obwohl der Nutzer wieder freigeschaltet wurde. Steinberger sagte, dass OpenClaw eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jeglichen kryptowährungsbezogenen Gesprächen durchsetzen werde, um Verwirrung und Missbrauch zu vermeiden.
Die Sicherheitsmaßnahme folgt einem Betrug mit einem Solana-basierten Token namens $CLAWD. Der Vorfall ereignete sich während des Rebrandings von OpenClaw, nachdem Steinberger eine Markenrechtsmitteilung erhalten hatte, die eine Namensänderung erforderte.
Scammer nutzten die Übergangsphase aus. Sie übernahmen verwaiste Social-Media-Handles, bevor das Projekt neue beanspruchte. Die Angreifer nutzten diese Konten, um den $CLAWD-Token zu bewerben, und suggerierten, dass er den offiziellen Start von OpenClaw darstelle.
Der Token stieg schnell auf eine Marktkapitalisierung von etwa 16 Millionen USD. Dies lag an der Annahme der Legitimität durch die Händler. Als Steinberger jedoch die Beteiligung an dem Projekt bestritt, brach der Token um über 90 % ein.
Steinberger wurde von frühen Käufern beschuldigt, hinter einem Pump-and-Dump-Betrug zu stecken. Er bestritt die Vorwürfe jedoch und erklärte, dass er niemals eine Kryptowährung erschaffen werde.
Trends bei Krypto-Betrugsmeldungen können auf Chainalysis verfolgt werden, und die Richtlinien für die Discord-Community sind auf der offiziellen Discord-Policy-Seite zu finden.
Später stellten Sicherheitsexperten fest, dass online Hunderte von anfälligen OpenClaw-Instanzen verfügbar waren. Zudem entdeckten sie Dutzende bösartige Plugins, von denen viele für Krypto-Trader bestimmt waren.
Der $CLAWD-Skandal brachte die Krypto-bezogenen Communities stärker in den Fokus. OpenClaw hat seitdem beschlossen, alle Krypto-bezogenen Diskussionen zu entfernen, um Missbrauch des Markenimages zu verhindern.
Steinberger zeigt auch die zunehmenden Konflikte zwischen Open-Source-Projekten und Krypto-Handel auf. Während einige Communities tokenbasierte Ökonomien offen gegenüberstehen, hat sich OpenClaw distanziert.
Die Politik mag für Nutzer frustrierend sein, die an technischen Diskussionen im Blockchain-Bereich teilnehmen. Das Team von OpenClaw hält es jedoch für wichtiger, klar zu sein, als flexibel zu agieren.
Indem alle Krypto-Diskussionen verboten werden, hofft das Projekt, seine Marke zu schützen und Missbrauch in Zukunft zu verhindern. Angesichts der ständigen Zunahme von Krypto-Betrugsfällen in sozialen Medien setzen Communities zunehmend auf strenge Moderationsrichtlinien.
Die Policy von OpenClaw zeigt auch, dass das Projekt eine defensive Haltung einnimmt. Es priorisiert Markenschutz und Nutzersicherheit über offene Kommunikation über Blockchain-Technologie. Ob diese Politik langfristig Bestand haben wird, hängt von der Reaktion der Community und der Reduktion der Sicherheitsrisiken ab.
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