Ecoinometrics warnt, dass Bitcoin weiter fallen könnte, wenn die Tech-Aktien nachgeben, da die stärkere Korrelation mit Aktien das Abwärtsrisiko erhöht.
Bitcoin könnte eine weitere Abwärtsbewegung erleben, falls die US-Aktien an Schwung verlieren, so die Makroforschungsfirma Ecoinometrics. In einem aktuellen Beitrag auf X erklärte das Unternehmen, dass BTC nicht mehr unabhängig handelt. Stattdessen bewegt es sich eng mit Aktien, Kapitalflüssen und den breiteren makroökonomischen Bedingungen. Da die Tech-Aktien sich abschwächen und die Federal Reserve stabil bleibt, bleiben die Risiken nach unten gerichtet.
In einem kürzlichen Artikel sagte Bitcoin Macro Intelligence Ecoinometrics, dass BTC nicht mehr isoliert gehandelt wird. Die Korrelation zwischen Aktien und Kapitalflüssen hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Statt unabhängig zu handeln, verhält sich BTC jetzt eher wie ein Teil des breiteren Aktienmarktsystems.
Die ursprüngliche Kryptowährung hat in den letzten Wochen versucht, sich zu stabilisieren, doch die Preisstruktur bestätigt keinen klaren Boden. Das Asset liegt weiterhin unter seinem 200-Tage-Durchschnitt, und diese Trendlinie beginnt nach unten zu zeigen. Das deutet meist auf einen Bärenmarkt hin, und es gibt noch keine klaren Anzeichen für eine Erholung.
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— ecoinometrics (@ecoinometrics) 20. Februar 2026
Gleichzeitig hat der Nasdaq 100 noch keinen strukturellen Abwärtstrend eingeleitet. Die Kurse bewegen sich seit etwa drei Monaten seitwärts, doch der 200-Tage-Durchschnitt zeigt weiterhin nach oben. Das bedeutet, dass die Aktien sich verlangsamen, aber noch nicht eingebrochen sind.
Laut Ecoinometrics schafft diese Lücke eine instabile Situation. Bitcoin zeigt bereits negatives Momentum, während die Aktien noch stabil bleiben. Wenn der Nasdaq nachgibt und seinen langfristigen Trend verliert, könnte der Abwärtsdruck auf alle Risikopapiere zunehmen.
Ecoinometrics stellte auch fest, dass die Geschichte keinen Fall zeigt, in dem Tech-Aktien in einen echten Bärenmarkt eintreten, während Bitcoin still und leise seine Position hält. Im Jahr 2022, als Tech-Aktien klar in einen Abwärtstrend eintraten, blieb die Kryptowährung nicht stabil. Stattdessen fiel sie zusammen mit dem Restmarkt.
„Schon stark gefallen“ schützte Bitcoin nicht vor weiteren Verlusten. Obwohl das Asset bereits erheblich gefallen war, setzte sich der Rückgang fort.
Volatilitätsdaten zeigen ebenfalls, dass sich das Verhalten von Bitcoin inzwischen verändert hat. In früheren Zyklen wurden die Kursschwankungen sowohl bei Aufschwüngen als auch bei Crashs extrem. Im letzten Zyklus waren diese Schwankungen eher gedämpft. Selbst nach einer vollständigen Bären- und Erholungsphase erreichte die Volatilität nicht die hohen Werte wie in der Vergangenheit.
Die höchste Volatilität seit Ende 2022 war deutlich niedriger als in früheren Zyklen. Manchmal sank die Volatilität von Bitcoin sogar unter die von Nvidia. Dieser Wandel spiegelt eine Veränderung darin wider, wer die Nachfrage treibt.
Spot-Bitcoin-ETFs spielen jetzt eine wichtige Rolle bei der Marktrichtung. Die ETF-Flüsse sind tendenziell größer und konstanter als die früheren retailgetriebenen Wellen. Walaktivitäten beeinflussen den Markt weiterhin, dominieren aber nicht mehr die Kursentwicklung wie früher.
Dadurch sind extreme kurzfristige Bewegungen seltener geworden. Die langfristige Volatilität hat sich über einen vollständigen Zyklus verringert. Bitcoin verhält sich jetzt mehr wie ein traditionelles Risikopapier als ein losgelöstes Spekulationsinstrument.
Immer mehr institutionelle Investoren halten Bitcoin, was die Kursbewegungen stabiler macht. Es bedeutet aber auch, dass das Asset enger mit Aktien, insbesondere Wachstums- und Tech-Aktien, korreliert. Wenn die Aktien stark fallen, wird wahrscheinlich auch BTC nachgeben.
Einige Trader glaubten, dass die Federal Reserve nach der Sitzung im Januar aggressiver geworden sei. Ecoinometrics widerspricht dem. Das Unternehmen analysiert die Aussagen der Fed anhand eines Modells, das den Gesamttonfall misst.
Der Fed Communications Index zeigte, dass die letzten Protokolle leicht hawkisch waren. Dieser Ton blieb jedoch bei mehreren Sitzungen konstant.
Andererseits hat sich die Inflation verbessert, ist aber noch nicht vollständig unter Kontrolle. Der Arbeitsmarkt bleibt robust, was bedeutet, dass Zinssenkungen nicht dringend sind. Die Fed befindet sich in einer mittleren Position und signalisiert keinen neuen Straffungszyklus.
Für Bitcoin bedeutet eine stabile Fed, dass das Risiko eines plötzlichen geldpolitischen Schocks geringer ist. Gleichzeitig gibt es keinen starken Support für niedrigere Zinsen. Ecoinometrics schlussfolgert, dass das Risiko weiterhin nach unten tendiert.
Bitcoin befindet sich bereits in einem Bärenmarkt und ist eng mit Aktien verbunden. Wenn die Aktien schwächeln, wird wahrscheinlich auch die Kryptowährung folgen. Bis die Tech-Aktien sich erholen oder die Märkte einen größeren Ausverkauf erleben, bei dem überschüssiges Risiko abgebaut wird, ist Vorsicht geboten.
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