Südkoreanische Behörden haben bestätigt, dass 22 Bitcoin im Wert von etwa 1,5 Millionen US-Dollar aus einer Cold Wallet verschwunden sind, die vom Polizeipräsidium Seoul Gangnam im Rahmen eines Finanzkriminalfalls im Jahr 2021 gehalten wurde.
Laut lokalen Berichten wurden die Bitcoin im November 2021 freiwillig im Rahmen einer Untersuchung virtueller Vermögenswerte übergeben und offline in einer USB-ähnlichen Hardware-Wallet als Beweismittel beim Gericht aufbewahrt. Das Gerät selbst ist intakt, doch eine landesweite Prüfung im Januar 2026 ergab, dass die Gelder ohne jeglichen physischen Einbruch auf eine externe Blockchain-Adresse transferiert wurden.
Blockchain-Analysen bestätigten den Abfluss, was die Beamten, die glaubten, Cold Storage würde Fernzugriffe verhindern, erstaunte. Der Verlust blieb über mehr als vier Jahre unentdeckt, was scharfe Fragen zur Überwachung der beschlagnahmten digitalen Vermögenswerte aufwirft. Bei den aktuellen Marktpreisen sind die fehlenden 22 BTC etwa 1,5 Millionen US-Dollar wert.
Die Entdeckung folgt einem separaten Vorfall im August 2025, bei dem die Staatsanwaltschaft Gwangju 320 BTC verlor, was später von den Beamten als phishing-bedingter Angriff beschrieben wurde. In diesem Fall wurden Zugangsdaten während einer Vermögensübergabe kompromittiert, sodass die Gelder abgezogen werden konnten, während die Hardware-Wallet unberührt blieb.
Die Polizei des Gyeonggi Bukbu-Provinz hat eine interne Untersuchung des Gangnam-Falls eingeleitet, bei der Zugriffsprotokolle, verantwortliche Personen und mögliche technische Schwachstellen geprüft werden. Die Behörden untersuchen, ob Phishing, unsachgemäße Schlüsselverwaltung oder Insiderbeteiligung eine Rolle gespielt haben. Bisher wurde kein Wiederauffinden der Gelder gemeldet.
Die aufeinanderfolgenden Vorfälle haben die Aufmerksamkeit auf die Handhabung beschlagnahmter Kryptowährungen durch die südkoreanischen Strafverfolgungsbehörden verstärkt. Cold Wallets sind so konzipiert, dass private Schlüssel offline bleiben, doch sie sind weiterhin auf menschliche Verfahren, Audits und sichere Schlüsselverwaltung angewiesen. Wenn diese versagen, können selbst „offline“ befindliche Vermögenswerte verschwinden.
Mit zwei prominenten Verlusten, die nun öffentlich bekannt sind, wächst der Druck auf eine strengere Verwahrungsprotokolle, Multi-Signatur-Kontrollen und häufigere Audits. Für ein Land, das für seine strenge Durchsetzung von Krypto-Regeln bekannt ist, ist die Botschaft klar: Die Sicherung digitaler Beweismittel erfordert mehr als nur das Verschließen eines USB-Laufwerks in einer Schublade.
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