Die israelische Armee jagt auf Polymarket nach Verrätern

Autor: Azuma, Odaily Planet Daily

Der unfaire Wettbewerbsvorteil, der durch Insider-Informationen entsteht, war schon immer ein Streitpunkt auf Prognosemärkten wie Polymarket.
Bei der früheren Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro durch das US-Militär zeigten die Quoten auf Polymarket für die beteiligten Ereignisse bereits vorzeitig Veränderungen. Wenn man das mutmaßliche Insider-Verhalten damals noch mit der Schwankung des „Pizza-Index“ erklären konnte,
so ist diesmal eindeutig bewiesen, dass es bei Polymarket einen Insider gibt.
Israels Militär intern auf der Suche nach „Spionen“
Am 12. Februar berichtete die größte englischsprachige Zeitung Israels, The Jerusalem Post, dass
das Bezirksgericht Tel Aviv am Montag Anklage gegen einen israelischen Zivilisten und einen Reservisten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) erhoben hat, weil sie angeblich geheime Militärinformationen genutzt haben, um auf Polymarket Gewinne zu erzielen.
Das Gericht gab am Donnerstag bekannt, dass die israelischen Behörden die Handlungen als ernsthafte Sicherheitsrisiken im Krieg betrachten.
Laut einer von der Staatsanwaltschaft veröffentlichten Erklärung wurden die Verdächtigen im Rahmen gemeinsamer Operationen des Shin Bet, der Sicherheitsbehörde des Verteidigungsministeriums und der israelischen Polizei festgenommen.
Die Ermittler vermuten, dass einige Reservisten ihre vertraulichen militärischen Informationen aus ihrer Dienstzeit genutzt haben, um auf den Zeitpunkt militärischer Einsätze zu wetten und dadurch Profit zu schlagen.
Nach diesen Ermittlungen erklärte die Staatsanwaltschaft, dass Beweise für das unrechtmäßige Verhalten des Zivilisten und des Reservisten vorliegen.
Daher wurde Anklage wegen „schwerer Sicherheitsvergehen“, Bestechung und Behinderung der Justiz erhoben.
Gleichzeitig beantragte die Staatsanwaltschaft, die Untersuchungshaft der Verdächtigen bis zum Abschluss des Verfahrens zu verlängern.
Neben den bereits veröffentlichten Informationen bleiben weitere Details des Falls aus rechtlichen Gründen unzugänglich, darunter die Identität der Angeklagten, konkrete Wettinhalte und der Informationsfluss im Zusammenhang mit dem Fall.
Spurensuche nach Insider-Hintermännern
Obwohl wir die wahre Identität und Kontoinformationen des Insiders nicht kennen, hat die X-Community auf Polymarket bereits ein Konto entdeckt, das auffällig ungewöhnliches Verhalten zeigt.
The Jerusalem Post veröffentlichte zudem einen Screenshot der Gewinne dieses Kontos.

Wie im obigen Bild zu sehen ist,
hat der Nutzer namens Rundeep seit Juni 2025 auf Polymarket aktiv teilgenommen und in sechs Vorhersagemärkten zu israelischen Militäroperationen eine Gewinnquote von 100 % erzielt.
Fünf dieser Wetten wurden bei einer Wahrscheinlichkeit unter 50 % platziert, was letztlich zu einem Gewinn von über 150.000 US-Dollar führte.

Bemerkenswert ist, dass Odaily Planet Daily bei der Recherche herausfand,
dass Rundeep neben diesen „sechs Siege in sechs Wetten“ auch einmal eine Niederlage hatte.
Diese Niederlage betraf eine Vorhersage, die nichts direkt mit Israel zu tun hatte, sondern die Frage stellte, ob die US-Armee am Samstag, dem 21. Juni 2025, gegen den Iran vorgehen würde.
Ob die US-Streitkräfte am 21. Juni 2025 gegen den Iran vorgehen werden, ist noch unklar.
Der Einfluss solcher Insider-Vorhersagen auf den Markt ist erschreckend, wenn man es genau bedenkt.
Aufgrund der offenen und unregulierten Natur von Polymarket kann jeder frei auf der Plattform wetten.
Das bietet Gruppen mit Informationsvorteilen eine bequemere Möglichkeit, „Informationen zu monetarisieren“ —
Unter dem Druck des Profits ist es für diejenigen, die unfaire Informationsvorteile besitzen, äußerst verlockend, Insiderwissen zu nutzen, was unweigerlich dazu führt, dass Insider in den Markt eintreten.
Wenn solche Vorfälle im Sport, in Unterhaltung oder anderen regulierten Bereichen passieren, sind die Auswirkungen noch einigermaßen kontrollierbar.
Doch bei sensiblen Themen wie Politik oder Krieg könnten ähnliche Insider-Wetten katastrophale Folgen haben, die kaum vorstellbar sind.
Nehmen wir dieses Beispiel: Wenn eine gegnerische Macht vor einer israelischen Militäroperation durch Insider-Wetten auf Polymarket den Ablauf vorhersagen könnte,
dann könnte dies die weitere Entwicklung der Situation erheblich beeinflussen.
Viele mögen kein Mitgefühl mit Israel haben, doch solche Ereignisse könnten überall passieren.
Im traditionellen Wettgeschäft sind politische Wahlen, Gesetzesänderungen oder Kriege meist streng reguliert.
Ob Prognosemärkte künftig ähnlich überwacht werden, ist eine langfristige regulatorische Frage.

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