Trotz anhaltender Schwäche am Kryptowährungsmarkt ruhen die ETF-Strategien rund um Krypto-Assets nicht. Mehrere Vermögensverwaltungsgesellschaften reichen weiterhin neue Produktanträge bei den Aufsichtsbehörden ein, was das langfristige Vertrauen der Institutionen in digitale Vermögenswerte zeigt.
Diesen Monat hat Bitwise Asset Management einen ETF-Antrag im Zusammenhang mit Uniswap eingereicht, und ProShares plant ebenfalls die Einführung eines gehebelten Bitcoin- und Ethereum-ETFs. Gleichzeitig hat 21Shares erneut einen Fondsplan basierend auf Ondo und Sei eingereicht, was auf eine stetige Fortschreibung der entsprechenden Projekte hindeutet. Brancheninsider sind der Ansicht, dass diese Maßnahmen widerspiegeln, dass Emittenten in der Marktphase der Talsohle frühzeitig Positionen beziehen, um bei einer Erholung des Sentiments einen Vorsprung zu haben.
Strategas-Chef-ETF-Strategist Todd Sohn sagte Bloomberg, dass Institutionen wie 21Shares und Bitwise weiterhin an das langfristige Potenzial von Kryptowährungen glauben, aber die schwache kurzfristige Performance könnte den Kapitalzufluss etwas belasten. Derzeit sind in den USA bereits über 140 kryptobezogene ETFs im Handel, mit weiteren rund 10 erwarteten Neulancierungen in diesem Jahr, möglicherweise sogar Produkte mit BNB-Staking.
Allerdings hat der Preisrückgang die Stimmung bei den Investoren deutlich beeinflusst. Nach dem Ausverkauf im Oktober letzten Jahres ist Bitcoin erneut gefallen und hat eine Reihe kleinerer Token mitgezogen. Die Verknappung der Liquidität und die sinkende Risikobereitschaft führen dazu, dass einige Investoren vorübergehend aussteigen.
Daten von Glassnode zeigen, dass die durchschnittlichen Einkaufskosten für US-Spot-Bitcoin-ETFs bei etwa 84.100 US-Dollar liegen, während der aktuelle Kurs bei rund 66.000 US-Dollar schwankt, was viele Inhaber in einem Buchverlust hält. In den letzten Monaten sind bei Ethereum-ETFs Kapitalabflüsse von über 1,5 Milliarden US-Dollar verzeichnet worden, bei Bitcoin-ETFs sogar mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar.
Dennoch setzen die ETF-Anbieter ihre Produktlinienerweiterung fort, was zeigt, dass sie sich nicht von kurzfristigen Schwankungen verunsichern lassen. Marktbeobachter sind der Ansicht, dass mit zunehmender Klarheit im regulatorischen Rahmen und wachsendem institutionellem Engagement Kryptowährungs-ETFs weiterhin eine wichtige Brücke zwischen traditioneller Finanzwelt und digitalen Vermögenswerten darstellen werden.
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