Das Gespräch über das US-Präsidialgesetz zu Kryptowährungen im Weißen Haus war „produktiv“, wobei Meinungsverschiedenheiten bei der Regulierung von Stablecoins den größten Unsicherheitsfaktor darstellen

Am 11. Februar übernahm das Weiße Haus die Führung bei der Einberufung von Vertretern der Kryptowährungs- und Bankenbranche, um eine neue Konsultationsrunde zu den Stablecoin-Bestimmungen im Crypto Market Structure Act einzuleiten. Die Teilnehmer beschrieben das Treffen im Allgemeinen als “produktiv”, aber die Parteien haben sich immer noch nicht auf die wesentlichen Unterschiede geeinigt.

Ripples leitender Rechtsberater Stuart Alderoty veröffentlichte auf der X-Plattform, dass beide Seiten versuchen, Raum für Kompromisse zu finden, und beide Parteien bleiben positiv über die Gesetzgebung zur Struktur des Kryptomarktes. Er betonte, dass die aktuelle Phase ein entscheidendes Zeitfenster sei, um die Umsetzung des US-amerikanischen Krypto-Regulierungsrahmens zu fördern.

Der Kongress möchte ein Gesetz verabschieden, das die Grenzen der Befugnisse und Verantwortlichkeiten der US-Regulierungsbehörden über den Markt für digitale Vermögenswerte klarlegt. Das Repräsentantenhaus hatte zuvor den CLARITY Act verabschiedet, der jedoch auf Ebene des Senatsausschusses für Banken aufgrund unzureichender parteiübergreifender Unterstützung ins Stocken geriet. Im vergangenen Monat zogen große Branchenlobbyisten und das größte konforme CEX in den Vereinigten Staaten ihre Unterstützung zurück, da eine Bestimmung im Gesetz “Stablecoins daran hindert, Renditen an Inhaber zu zahlen”, was den Druck auf den Gesetzgebungsprozess weiter ausübt.

Bankgruppen sind der Ansicht, dass Drittanbieterplattformen, die Stablecoin-Nutzern Einkünfte liefern, die Einlagenbasis der Bank beeinflussen und ein Risiko für die Stabilität des Finanzsystems darstellen können. Daher befürworten sie die Aufnahme eines umfassenden “Grundsatzes des Verbots von Einkommen und Zinsen” in das Gesetz. Die Kryptoindustrie hingegen ist der Ansicht, dass solche Beschränkungen Innovation hemmen und die Wettbewerbsfähigkeit von Stablecoins bei grenzüberschreitenden Zahlungen und Fondsmanagement schwächen.

Dies ist das zweite Mal innerhalb von zwei Wochen, dass sich die beiden Seiten im Weißen Haus treffen. Dan Spuller von der Blockchain Association sagte, dass die Konferenz kleiner und fokussierter war, aber der Stablecoin-Belohnungsmechanismus weiterhin der größte Streitpunkt sei. Gleichzeitig gaben drei große Branchenorganisationen, darunter die American Bankers Association, ebenfalls eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie erklärten, dass weiterhin ein fortlaufender Dialog notwendig sei, um ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Sicherheit zu finden.

BitGo-CEO Mike Belshe forderte ein Ende der alten Kontroverse um den GENIUS Act und drängte darauf, so bald wie möglich eine Marktstrukturgesetzgebung voranzutreiben. Er ist der Ansicht, dass die Frage der Stablecoin-Renditen die Schaffung des gesamten Krypto-Regulierungsrahmens nicht weiter belasten sollte.

Die Branche ist allgemein davon überzeugt, dass der Trend zur Stablecoin-Regulierung die Struktur des US-Kryptomarktes, das Tempo des institutionellen Markteintritts und die globale Compliance-Landschaft digitaler Vermögenswerte tiefgreifend beeinflussen wird.

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