Kryptowährungs-Mininggeräte Canaan erzielt den höchsten Umsatz in drei Jahren! Der Aktienkurs stürzt jedoch ab und droht die Notierung zu verlieren

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Kryptowährungs-Mining-Hardware-Hersteller Canaan verzeichnet im vierten Quartal einen Umsatzanstieg von 121 % auf 196,3 Millionen US-Dollar, was den höchsten Wert seit drei Jahren darstellt. Trotz dieses Rekordumsatzes fiel die Aktie an der NASDAQ um 6,9 % auf 0,56 US-Dollar. Die Bitcoin-Einnahmen stiegen um 98,5 %, die Reserve beträgt 1750 BTC im Wert von fast 120 Millionen US-Dollar. Die Rechenleistung wurde auf 14,6 EH/s geliefert, ein Rekord. Die NASDAQ warnte, dass die Aktie bis zum 13. Juli an 10 aufeinanderfolgenden Handelstagen über 1 US-Dollar schließen muss, sonst droht die Delistung.

Widerspruch zwischen Umsatzexplosion und Kurssturz

Canaan營收

(Quelle: Canaan)

Obwohl der Kryptowährungs-Mining-Hardware-Hersteller Canaan am Dienstag bekannt gab, dass der Umsatz im vierten Quartal um 121,1 % auf 196,3 Millionen US-Dollar gestiegen ist – hauptsächlich dank gestiegener Hardwareverkäufe und verbesserter Mining-Leistungen – sank der Aktienkurs an der NASDAQ dennoch um 6,9 %. Dieses extreme Paradoxon „Umsatzexplosion, Kursabsturz“ ist im Kapitalmarkt äußerst selten und deutet auf tiefere Ursachen hin.

Der Umsatz im Quartal ist der höchste seit drei Jahren für Canaan und wurde durch den Verkauf von Bitcoin-Mining-Geräten unterstützt, wobei die ausgelieferte Rechenleistung mit 14,6 EH/s einen Rekord erreichte. Canaan erklärte, dass der Verkauf der Rechenleistung durch eine „Meilensteinbestellung“ eines US-amerikanischen Miners ermöglicht wurde, was einen neuen Quartalsrekord darstellte und ein Jahr-zu-Jahr-Wachstum von 60 % erzielte.

Das Unternehmen berichtete, dass die Bitcoin-Mining-Einnahmen im Jahresvergleich um 98,5 % auf 30,4 Millionen US-Dollar stiegen, was die Bitcoin-Reserven auf 1750 BTC ansteigen ließ, im Wert von fast 120 Millionen US-Dollar. Zudem erhöhte sich der Ethereum-Bestand auf 395.070 USD. Im Mining-Bereich gab die in Singapur ansässige Firma an, dass die installierte Rechenleistung auf 9,91 EH/s ausgeweitet wurde, wobei die operative Rechenleistung im Quartal bei 7,65 EH/s lag.

Herausragende Kennzahlen des Canaan Q4-Berichts

Umsatz: 196,3 Mio. USD (plus 121,1 % im Jahresvergleich), höchster Wert seit drei Jahren

Bitcoin-Mining-Einnahmen: 30,4 Mio. USD (plus 98,5 %)

Rechenleistung geliefert: 14,6 EH/s (Rekord)

Bitcoin-Reserven: 1750 BTC (Wert: 120 Mio. USD)

Normalerweise sollten diese Zahlen den Aktienkurs deutlich steigen lassen, doch das Gegenteil ist der Fall. Mögliche Gründe sind: Investoren verlieren das Vertrauen in die langfristigen Aussichten der Mining-Industrie, befürchten, dass die starken Quartalszahlen nicht nachhaltig sind, und vor allem die Gefahr einer Delistung schreckt Investoren ab. Wenn eine Aktie von einer möglichen Abmeldung vom Handel bedroht ist, verkaufen institutionelle Investoren sie, selbst bei guten Ergebnissen, weil ihre Anlagestrategien den Besitz von Aktien, die möglicherweise gestrichen werden, verbieten.

0,56 vs. 1,00 US-Dollar: Die 180-Tage-Lebenslinie

Derzeit liegt der Aktienkurs bei 0,56 US-Dollar, ein Rückgang von 18,1 % in diesem Jahr und 70,2 % in den letzten 12 Monaten. Laut Google Finance fiel der Kurs von Canaan (CAN) erneut um 6,87 % auf 0,56 US-Dollar und gehört damit zu den schlechtesten unter den Top 15 Bitcoin-Mining-Unternehmen nach Marktkapitalisierung. Am Dienstag fiel der Kurs auf 0,56 US-Dollar, noch immer weit entfernt vom Ziel, bis zum 13. Juli auf über 1 US-Dollar zu steigen, um eine mögliche NASDAQ-Delistung zu vermeiden.

Am 16. Januar erhielt Canaan ein Schreiben der NASDAQ, das das Unternehmen aufforderte, den Kurs auf über 1 US-Dollar anzuheben, um die Mindestkursvorschriften der Börse zu erfüllen. Andernfalls droht die Abmeldung. Die NASDAQ gab der Firma aus Singapur 180 Tage Zeit, also bis zum 13. Juli, um die Anforderungen wieder zu erfüllen. Diese verlangen, dass der Schlusskurs mindestens 10 aufeinanderfolgende Handelstage über 1 US-Dollar liegt. Der letzte Schlusskurs über 1 US-Dollar war am 28. November 2025.

Um von 0,56 auf 1,00 US-Dollar zu steigen, sind etwa 79 % Kursanstieg in fünf Monaten notwendig. Für ein gut laufendes Unternehmen ist so ein Anstieg im Bullenmarkt nicht unmöglich. Doch angesichts der aktuellen Schwäche des Kryptomarktes, bei dem Bitcoin von 126.000 auf 69.000 gefallen ist, sind Nachfrage nach Mining-Hardware und Erträge unter Druck. In diesem Umfeld erfordert eine Verdoppelung des Aktienkurses extrem starke Katalysatoren.

Mögliche Rettungsmaßnahmen sind: eine Reverse-Split (z.B. 1:5, wodurch der Kurs auf 2,80 US-Dollar steigen würde, aber die Aktionäre verwässert werden), Aktienrückkäufe, die den Kurs stützen, erfordern jedoch viel Cash und sind unsicher, oder das Anziehen institutioneller Käufer, was durch das Delisting-Risiko erschwert wird. Dieser „Teufelskreis“ macht die Lage von Canaan äußerst prekär.

Der schwindende Bitcoin-Hashrate – ein tödlicher Schlag für Miner

Da Miner unprofitabel gewordene Geräte abschalten und auf KI und Hochleistungsrechenzentren umsteigen, ist die Bitcoin-Netzwerk-Hashrate von einem Rekord von 1150 EH/s Mitte Oktober auf 980 EH/s gefallen. Dieser systematische Rückgang ist eine tiefere Ursache für den Kurssturz von Canaan. Selbst bei guten Quartalszahlen bleibt die Zukunft der Branche unsicher, wenn die Gesamtnachfrage nach Mining-Hardware schrumpft.

Der Bitcoin-Preis fiel von 126.000 auf 69.000 US-Dollar, ein Rückgang von etwa 45 %, was die Erträge stark schmälert. Bei aktuellen Preisen sind viele Miner bereits bei den Kosten für den Betrieb ihrer Geräte, manche sogar darunter. Ältere Modelle wie S19 Pro sind kaum noch profitabel, da die Stromkosten die Einnahmen übersteigen. Selbst neuere Modelle wie S21 bieten kaum noch Gewinnspielraum. In diesem Umfeld sinkt die Nachfrage nach neuen Minern erheblich, und die Investitionen in Kapazitätserweiterungen sind kaum noch zu rechtfertigen.

Noch gravierender ist die Verschiebung der Miner in Richtung KI. Wenn das Mining unprofitabel wird, mieten viele Miner ihre Rechenleistung und Serverräume an KI-Datenzentren, was bedeutet, dass sie keine neuen Miner mehr kaufen. Große Miner wie Hut 8 oder Core Scientific, die auf KI umstellen, könnten wichtige Kunden für Canaan verlieren.

Canaan’s starke Quartalszahlen spiegeln wahrscheinlich eher „letzten Glanz“ wider, nicht eine nachhaltige Blüte. Die angebliche „Meilensteinbestellung“ eines US-Miners könnte die letzte große Hardware-Bestellung vor der KI-Umstellung gewesen sein oder eine spekulative Tiefpreisaufnahme, in der Hoffnung auf einen Bitcoin-Preisanstieg. Solche Einmalbestellungen bedeuten keine dauerhafte Nachfrage; die Aufträge im Q1 und Q2 könnten deutlich zurückgehen.

Für Investoren ist Canaan ein klassisches „Value Trap“. Auf den ersten Blick wirkt die Bewertung extrem niedrig (Marktkapitalisierung nur wenige Hundert Millionen, KGV im einstelligen Bereich), die Zahlen sind gut – eine vermeintliche Chance zum Einstieg. Doch tief im Inneren schrumpft die Branche, das Delisting-Risiko ist akut, und zukünftige Aufträge sind unsicher. Diese Faktoren machen das Investment äußerst riskant. Nur risikofreudige Spekulanten sollten sich darauf einlassen; für die meisten Anleger ist das eine „billige Müllaktie“.

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