Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat ein neues Modell für Creator-Token vorgeschlagen, das DAO-Kuratierungsmechanismen mit Vorhersagemärkten kombiniert. Ziel ist es, hochwertige Inhalte hervorzuheben und die bestehende tokenbasierte Wirtschaft, die auf Traffic und Prominenten-Effekten basiert, zu ersetzen.
(Frühere Zusammenfassung: V神 kündigte an, 2026 vollständig zu dezentralisiertem Social zu wechseln, nachdem er früher SocialFi kritisierte, das nur auf Krypto-Hype fokussiert.)
(Hintergrund: Überblick über 10 potenzielle SocialFi-Projekte — Wird SocialFi zum Web3.0-Trend?)
Inhaltsverzeichnis
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat ein innovatives Creator-Token-Modell vorgestellt, das die Kuratierungsfunktion eines dezentralen Autonomous Organization (DAO) mit spekulativen Vorhersagemärkten verbindet, um Anreize für die Produktion hochwertiger Inhalte zu schaffen. Die sogenannten Creator Coins sind auf Blockchain basierende Vermögenswerte, die Fans einen Anteil am Eigentum, Zugriff oder sogar Tantiemen an den Werken der Creator gewähren — inklusive Posts, Bilder, Musik oder Videos.
Buterin wies jedoch am Sonntag auf X (ehemals Twitter) darauf hin, dass die aktuellen Creator-Token-Plattformen meist auf die Massenproduktion von Inhalten setzen, weniger auf Qualität. Zudem verschärft die Flut an KI-generierten Inhalten dieses Problem noch.
Um diesem Trend entgegenzuwirken, entwarf Buterin einen Mechanismus: Nach der Ausgabe ihrer Tokens können Creator bei einer ausgewählten „Kuratierungs-DAO“ einen Antrag stellen. Die Mitglieder der DAO entscheiden kollektiv, welche Inhalte akzeptiert werden. Gleichzeitig können Spekulanten vorhersagen, welche Creator oder Werke von der DAO bevorzugt werden, um daraus Profit zu schlagen.
Wenn ein Creator akzeptiert wird, zerstört die DAO einen Teil seiner Tokens, reduziert das Angebot und erhöht die Knappheit, was den Token-Wert steigen lässt. Dieses Design wandelt spekulatives Verhalten in eine Kuratierungsantrieb um — Spekulanten müssen hochwertige Inhalte entdecken und empfehlen, um Gewinne zu erzielen.
Buterin erklärt:
„Ob einzelne Spekulanten dauerhaft teilnehmen und profitieren können, hängt stark von ihrer Fähigkeit ab, die Entscheidungen der Kuratierungs-DAO vorherzusagen.“
Buterin beobachtet, dass auf Plattformen wie BitClout und Zora die Top-Creator-Tokens meist von Prominenten oder „Personen mit hohem gesellschaftlichem Status“ dominiert werden. Das erschwert es Creators, die nur durch Content-Qualität bekannt werden wollen, sich durchzusetzen.
Ein weiteres, nicht direkt von Buterin angesprochenes, aber beispielhaftes Projekt ist Friend.tech — eine SocialFi-Anwendung auf Ethereum L2 Base, bei der Creator private Chatrooms mit handelbaren „Schlüsseln“ (Keys) teilen können. Kritisiert wird, dass die Preise der Keys vor allem durch Spekulation getrieben sind, nicht durch den Content-Wert. Nach starkem Nutzerverlust und einem Absturz des native Tokens um 95 % im September 2024 wurde die Plattform im selben Monat geschlossen.
Buterin schlägt vor, dass Kuratierungs-DAOs sich nicht auf den gesamten Markt ausdehnen sollten, sondern sich auf bestimmte Content-Formate — z.B. Kurzvideos oder lange Texte — und auf bestimmte Zielgruppen, etwa nach Ländern oder politischen Ausrichtungen, konzentrieren sollten.
Er erläutert die ideale Größe eines DAO:
„Das Ziel ist, eine größere Gemeinschaft als einzelne Creator zu schaffen, die gemeinsam Reputation aufbauen und durch kollektive Verhandlungen Einnahmen sichern. Gleichzeitig soll sie klein genug bleiben, um die interne Governance kontrollierbar zu halten.“
Wenn dieses Konzept umgesetzt wird, könnte es der stagnierenden SocialFi-Landschaft neuen Schwung verleihen — indem die Content-Qualität statt gesellschaftlichem Kapital zum zentralen Wertmaßstab wird.
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