Die Idee, dass der XRP-Preis $100 erreichen könnte, taucht immer wieder auf, egal wie oft sie in Frage gestellt wird. Während sich die Geschichte in den sozialen Medien verbreitet, stellen immer mehr Investoren die offensichtliche Frage: Ist das überhaupt realistisch, wenn XRP eine so große Versorgung hat?
TheCryptoBasic hat kürzlich das Thema erneut aufgegriffen und eine interessante Einschätzung von ChatGPT hervorgehoben. Das KI-Modell stimmt zu, dass $100 technisch möglich ist, macht aber auch deutlich, dass die dafür erforderlichen Bedingungen in den heutigen Märkten extrem sind.
Warum die XRP-Versorgung das so schwer macht XRP hat eine maximale Versorgung von 100 Milliarden Token, von denen bereits etwa 60,57 Milliarden im Umlauf sind. Diese Zahl ist beim Thema Preis sehr wichtig. Bei $100 pro Token wäre XRP basierend auf der Gesamtversorgung $10 Billionen wert. Selbst wenn man nur die im Umlauf befindlichen Token zählt, läge die Marktkapitalisierung immer noch bei etwa 6,05 Billionen Dollar. Das ist deutlich größer als der gesamte Kryptomarkt außerhalb von Bitcoin heute. Zur Veranschaulichung: Die Marktkapitalisierung von Bitcoin liegt bei etwa 1,77 Billionen Dollar. Ein $100 XRP würde ihn überholen und sogar einige der größten Unternehmen der Welt übertreffen, darunter Apple, Microsoft, Nvidia, Amazon und Google.
Kann $XRP mit 100 Milliarden Token als Versorgung $100 erreichen? pic.twitter.com/gnAsNEAHgq
— TheCryptoBasic (@thecryptobasic) 27. Dezember 2025
Bitcoin müsste sich auch bewegen Ein weiterer Aspekt dieser Diskussion wird oft übersehen. Wenn der XRP-Preis bei $100 liegen würde, während Bitcoin an der Spitze bleibt, müsste Bitcoin selbst massiv wachsen. ChatGPT weist darauf hin, dass die Marktkapitalisierung von Bitcoin um etwa 521% steigen müsste, um fast $11 Billionen zu erreichen, nur um seine Dominanz zu halten. Eine solche Bewegung würde eine enorme Welle neuer Kapitalzuflüsse in den Kryptomarkt insgesamt erfordern, nicht nur in XRP. Ohne diese marktweite Expansion würde ein Erreichen von $100 durch XRP eine vollständige Umstrukturierung des Kryptomarktes bedeuten. Allein die Nutzbarkeit ist kein Shortcut Befürworter argumentieren oft, dass die Rolle von XRP im globalen Zahlungsverkehr den Preis schließlich in den dreistelligen Bereich treiben könnte. ChatGPT nimmt eine realistischere Sichtweise ein. Ein hohes Transaktionsvolumen allein treibt den Preis nicht automatisch nach oben. Zahlungsorientierte Netzwerke benötigen in der Regel große Token-Vorräte, um effizient zu funktionieren. Diese Versorgung kann den Preis bremsen, es sei denn, die Nachfrage wächst außergewöhnlich schnell oder das Angebot wird auf bedeutende Weise reduziert. Laut Modell müssten mehrere große Dinge gleichzeitig passieren. XRP müsste breite Akzeptanz bei großen Banken finden, bedeutende Angebotsreduzierungen erleben und der gesamte Kryptomarkt deutlich wachsen. Auch lesen: Ripple als Top-IPO-Kandidat für 2026 gehandelt, während das Open Interest bei XRP auf 2-Jahres-Tief sinkt Eine Realitätsprüfung der $100 -Erzählung Am Ende ist die Erkenntnis ziemlich einfach. Ein $100 XRP ist auf dem Papier möglich, aber unter den aktuellen Bedingungen sehr unwahrscheinlich. Die Mathematik stimmt, aber die realen Voraussetzungen sind enorm. Vorerst sieht das $100 -Ziel eher nach einem langfristigen Gesprächsthema aus als nach einer realistischen Erwartung. Die Zukunft von XRP wird wahrscheinlich durch stetige Akzeptanz, Regulierung und das Wachstum des gesamten Kryptomarktes im Laufe der Zeit geprägt sein.
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