In einem mutigen und schlagzeilenträchtigen Schritt hat die französische Parlamentsabgeordnete Sarah Knafo die Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve in Europa gefordert und damit eine zunehmende politische Dynamik rund um Bitcoin als Alternative zu zentralisierten digitalen Währungen signalisiert. Die Ankündigung, die von The Bitcoin Conference on X geteilt wurde, kommt kurz nachdem sich Knafo Berichten zufolge mit Michael Saylor von MicroStrategy getroffen hat, um die Zukunft der Bitcoin-Einführung auf staatlicher Ebene zu diskutieren.
„Nein zum digitalen Euro, ja zu einer strategischen nationalen Reserve von #Bitcoin,“ erklärte Knafo und unterstrich ihren Skeptizismus gegenüber den Plänen der Europäischen Zentralbank für einen zentralisierten digitalen Euro und ihren Glauben an Bitcoin als eine sicherere, dezentralisierte Alternative.
Knafos Position ist bemerkenswert, insbesondere wenn sie von einem Mitglied der Nationalversammlung Frankreichs kommt, einer der Schlüsselpolitischen Arenen Europas. Ihre deutliche Ablehnung des digitalen Euro, einem von der Europäischen Zentralbank (EZB) aktiv entwickelten Projekt einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC), steht im Gegensatz zur vorsichtigen Annahme von CBDCs durch viele EU-Institutionen.
Indem Knafo für Bitcoin als nationale Reservevermögensklasse eintritt, drängt sie auf ein radikal anderes monetäres Modell, das BTC als digitales Gold und nicht als disruptive Bedrohung betrachtet. Damit spiegelt sie die Ansichten wider, die seit langem von Michael Saylor vertreten werden, der eine führende Stimme für die Akkumulation von Bitcoin durch Unternehmen und Staaten ist.
Unterstützer von Knafo’s Vorschlag argumentieren, dass das begrenzte Angebot von Bitcoin, seine dezentralisierte Natur und die globale Zugänglichkeit ihn zu einer weit stärkeren strategischen Reserve machen als einen zentral ausgegebenen, programmierbaren Euro. Kritiker des digitalen Euros haben lange Bedenken hinsichtlich Überwachung, finanzieller Übergriffigkeit und Erosion der Privatsphäre geäußert.
Michael Saylor, der sich mit Knafo traf, um die Idee zu besprechen, hat häufig gewarnt, dass Länder ohne Bitcoin-Exposition Gefahr laufen, wirtschaftlich und technologisch zurückzufallen. Sein Einfluss im Unternehmenssektor ist gut bekannt, insbesondere durch die historische BTC-Akkumulationsstrategie von MicroStrategy, aber Knafos Engagement könnte darauf hindeuten, dass diese Philosophie unter nationalen politischen Entscheidungsträgern an Bedeutung gewinnt.
Der Vorschlag befindet sich noch in einem frühen Stadium und hat bisher keine formelle Unterstützung von anderen Mitgliedern des Europäischen Parlaments oder nationalen Regierungen erhalten. Die Diskussion ist jedoch jetzt live – und da die EZB mit Pilotprogrammen für den digitalen Euro voranschreitet, könnte die kontrastierende Vision, die von Knafo präsentiert wird, mehr Aufmerksamkeit gewinnen.
Wenn selbst eine Handvoll europäischer Nationen beginnt, Bitcoin-unterstützte Reserven zu erkunden, könnte dies die Art und Weise, wie Europa mit monetärer Stabilität, Währungs-Souveränität und digitaler Finanzinfrastruktur umgeht, umgestalten.
Knafos Botschaft greift ein breiteres globales Narrativ auf: dass Bitcoin Ländern eine Form wirtschaftlicher Unabhängigkeit in einer digitalen Ära bieten kann, die zunehmend von zentraler Kontrolle geprägt ist. Ob ihr Vorschlag an Bedeutung gewinnt oder nicht, er fügt der sich entwickelnden Debatte über die Rolle von Krypto in der nationalen Strategie eine kritische Stimme hinzu.
Während die EU sich einem digitalen Euro nähert, deuten Stimmen wie die von Knafo darauf hin, dass das Gespräch noch lange nicht abgeschlossen ist.