NFT-Umsätze sind im Vergleich zum Höhepunkt 2021–2022, als der Markt monatlich über 1 Milliarde USD verzeichnete, stark zurückgegangen, bleiben aber in den letzten 30 Tagen bei fast 300 Millionen USD. In diesem Kontext wurde die NFT Paris-Veranstaltung – die als führende Konferenz der Branche in Frankreich gilt – nur einen Monat vor dem Start abgesagt.
Laut Yat Siu, Mitbegründer von Animoca Brands, befindet sich der NFT-Markt derzeit in einer Phase der Stagnation, ist aber keineswegs „tot“. Er ist der Ansicht, dass die Nachfrage hauptsächlich von wohlhabenden Sammlern stammt, die eine langfristige Bindung an digitale Kunst haben, ähnlich wie traditionelle Sammler an Picasso-Gemälde oder Luxusautos.
Yat Siu gab zu, dass sein persönliches NFT-Portfolio im Vergleich zum Höchststand stark an Wert verloren hat, betonte jedoch, dass es sich um langfristige Investitionen handelt, die nicht auf kurzfristigen Gewinn ausgerichtet sind. Derzeit werden große NFT-Transaktionen weiterhin von wohlhabenden Sammlern getrieben, mit bekannten Namen wie dem Milliardär Adam Weitsman, der öffentlich Sammlungen wie Bored Ape und Otherdeed kauft.
Bezüglich der Absage von NFT Paris meint Yat Siu, dass die Ursache nicht im Reiz von NFTs oder der Qualität der Veranstaltung liegt, sondern eine Reflexion der veränderten Haltung Frankreichs und Europas gegenüber Krypto ist. Zudem haben Sicherheitsbedenken nach einer Reihe von Entführungen und Drohungen gegen Führungskräfte und Investoren im Krypto-Bereich in Frankreich im vergangenen Jahr viele abgeschreckt, was ebenfalls zur Entscheidung führte, die Veranstaltung abzusagen.