Schreiben: Blockchain-Ritter
BlackRock hebt in seinem „Global Outlook 2026“ hervor, dass Stablecoins die Grenzen der Börsen überschreiten, in das Mainstream-Zahlungssystem integriert werden und voraussichtlich im grenzüberschreitenden Transfer und im Alltagseinsatz in Schwellenländern weit verbreitet sein werden.
Diese Neuausrichtung verändert die zentrale Marktfrage: Stablecoins sind nicht nur eine positive Entwicklung für die Krypto-Branche, sondern die Frage ist, ob sie zu einem Abrechnungskanal werden können, der mit traditionellen Finanzsystemen koexistiert oder sogar integriert wird, was die entscheidende Frage aufwirft: „Welche Blockchain wird die Kern-Infrastrukturebene bilden?“
BlackRock erklärt eindeutig, dass Stablecoins „nicht mehr nur ein Nischenprodukt“ sind, sondern „die Brücke zwischen traditioneller Finanzwelt und digitaler Liquidität“ werden.
Der Aufstieg der Stablecoins resultiert aus den Volatilitäten des Kryptomarktes und den Begrenzungen bei der Abwicklung im traditionellen Finanzsystem. Die zunehmende Mainstream-Akzeptanz ist heute auf regulatorische Maßnahmen und Skalierungserfolge zurückzuführen.
Im Juli 2025 trat der „GENIUS-Gesetzesentwurf“ in Kraft, der einen föderalen Regulierungsrahmen für US-Stablecoins schafft; bis Anfang 2026 überstieg die Gesamtmarktkapitalisierung der Stablecoins 298 Milliarden US-Dollar, wobei USDT und USDC weiterhin dominieren.
Es gibt bereits substanzielle Durchbrüche bei Mainstream-Anwendungen: Im Dezember 2025 führte Visa in den USA einen USDC-Abwicklungsservice ein, bei dem Partnerbanken die Abwicklung über Solana durchführen, um einen 24/7-Service, beschleunigte Kapitalflüsse und Stabilität während Feiertagen zu gewährleisten – ein Meilenstein für die Integration von Stablecoins in den Kern der Finanzabwicklung.
Mit der Erweiterung der Stablecoin-Anwendungen auf Sicherheiten, Kapitalmanagement und andere Bereiche wird die Zuverlässigkeit der Infrastrukturebene immer wichtiger.
Ethereum ist zwar nicht die Blockchain mit den niedrigsten Transaktionskosten für Stablecoin-Transfers, aber dank seiner Ökosystem- und Infrastrukturschicht gilt es als bevorzugte Wahl für Institutionen.
Ethereum trennt Ausführung und Abwicklung, um die Sicherheit und Verlässlichkeit hochpreisiger Transaktionen auf der finalen Schiedsebene zu gewährleisten. Dieser Vorteil hat Ethereum zur wichtigsten Plattform für die Verwahrung tokenisierter Vermögenswerte gemacht. Bis Anfang Januar 2026 verwahrte Ethereum 12,5 Milliarden US-Dollar an tokenisierten realen Vermögenswerten (RWA), was einem Marktanteil von 65 % entspricht.
BlackRock selbst nutzt den tokenisierten Geldmarktfonds BUIDL, und auch der JPMorgan Tokenized Money Market Fund basiert auf Ethereum, was die Logik der Institutionen bestätigt: „Vom ausgereiften Ökosystem ausgehend, wird schrittweise nach außen erweitert.“
Im Schwellenmarkt könnten Stablecoins die Nutzung des US-Dollars ausweiten, aber sie könnten auch die Kontrolle über die heimische Währung herausfordern; das Risiko für Emittenten darf nicht unterschätzt werden. Im November 2025 senkte S&P das Rating der Tether-Reserven aufgrund unzureichender Transparenz, was die Abhängigkeit der Stabilität des Systems von den zugrunde liegenden Vermögenswerten unterstreicht.
Obwohl Circle durch Multi-Chain-Strategien die Liquidität und Portabilität verbessert, wird die Marktprämie letztlich auf die Schichten verschoben, die vertrauenswürdige Abwicklung, Asset-Integration und sichere Governance bieten.
BlackRock ist der Ansicht, dass Stablecoins, um wirklich die Brücke zwischen traditionellem und digitalem Finanzwesen zu schlagen, eine solide Infrastrukturebene benötigen. Unter der aktuellen Architektur bleibt Ethereum die zentrale Basis für den Rückzug der Institutionen.
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