BlockBeats Nachrichten, 09.01.2024: Der US-Präsident Donald Trump kündigte an, ein Programm im Umfang von 2000 Milliarden US-Dollar für den Kauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS) zu starten, um die Hypothekenzinsen zu senken und die Erschwinglichkeit von Wohnraum zu verbessern. Dieser Schritt wird vom Markt als eine direkte Intervention Trumps außerhalb der Einflussnahme der Federal Reserve auf die Zinssenkungspolitik gesehen, die seine „persönliche Version des Quantitative Easing (QE)“ darstellt.
Trump schrieb auf Truth Social, er habe „die relevanten Vertreter angewiesen, hypothekenbesicherte Anleihen im Wert von 2000 Milliarden US-Dollar zu kaufen“, um die Hypothekenzinsen und monatlichen Zahlungen zu senken, die Kaufkraft beim Hauskauf zu erhöhen und die aktuelle Wohnungsnot auf die Biden-Regierung zu schieben.
Der Direktor des US-Housing Finance Agency, Bill Pulte, bestätigte gegenüber der Financial Times, dass das Programm von Fannie Mae und Freddie Mac umgesetzt werde und keine Zustimmung des Kongresses erforderlich sei. Laut bestehenden Vereinbarungen haben die beiden Institutionen noch ein gemeinsames Investitionsvolumen von etwa 2000 Milliarden US-Dollar im Bereich der Hypothekenanlagen.
Analysen deuten darauf hin, dass diese Maßnahme in ihrer formalen Ausgestaltung der Politik der Federal Reserve im Zuge der Finanzkrise 2008, bei der MBS gekauft wurden, um den Markt zu stabilisieren, sehr ähnlich ist. Obwohl die Federal Reserve die Zinsen bereits um insgesamt 75 Basispunkte gesenkt hat, liegt die aktuelle 30-jährige feste Hypothekenrate in den USA immer noch bei 6,16 %, was den Druck auf die Wohnkosten weiterhin erhöht und sowohl politisch als auch wirtschaftlich im Fokus steht. Vor dem Hintergrund hoher Inflation und steigender Lebenshaltungskosten wird Trumps Vorgehen als Versuch gesehen, durch administrative Maßnahmen direkt in den Wohnungs- und Finanzmarkt einzugreifen, um das Vertrauen der Wähler zu stärken.