Die Federal Communications Commission (FCC) der USA hat offiziell eine öffentliche Anhörung zu einem bedeutenden Vorschlag von SpaceX eingeleitet. Das Projekt sieht die Installation groß angelegter „Orbitaler KI-Datenzentren“ in der Nähe der Erdumlaufbahn vor, um energieintensive KI-Rechenaufgaben ins All zu verlagern und so das Training von xAI-Modellen, einschließlich Grok, zu unterstützen. Dieses Konzept wird von außen als ein entscheidender Schritt für Elon Musks Aufbau eines „Weltraum-Rechen-Netzwerks“ angesehen.
Laut eingereichten Unterlagen plant SpaceX den Betrieb eines neuen Satellitenclusters in einer Höhe von etwa 500 bis 2000 Kilometern, wobei die Satelliten über laseroptische Verbindungen miteinander verbunden sind und an das bestehende Starlink-Netzwerk angebunden werden, um Daten innerhalb der Umlaufbahn zu verarbeiten und zu routen. Das Projekt ist äußerst umfangreich und könnte in Zukunft auf Hunderttausende oder sogar Millionen von „Datenzentrum-ähnlichen“ Satelliten ausgeweitet werden.
Die Anhörung findet statt, nachdem Musk xAI in SpaceX integriert hat, und markiert eine tiefgreifende Verbindung von Raketenstarts, Satellitenkommunikation und KI-Rechenleistung. SpaceX erklärt in den Unterlagen, dass das orbitale Rechenleistungssystem globalen Unternehmen und Regierungen eine energieeffizientere KI-Rechenkapazität bieten kann, während gleichzeitig der enorme Druck auf Strom- und Kühlsysteme an Land reduziert wird.
Daten zeigen, dass der Stromverbrauch amerikanischer KI-Datenzentren im Jahr 2024 bereits etwa 183 Terawattstunden erreicht hat, was die jährliche Verbrauchsgröße eines mittelgroßen Landes annähernd erreicht. SpaceX ist der Ansicht, dass das All-Konzept, das nahezu kontinuierlich mit Solarenergie versorgt wird und die Abhängigkeit von Wasserkühlungssystemen reduziert, langfristig nachhaltiger ist.
Die FCC hat ein öffentliches Konsultationsfenster eröffnet, das bis zum 6. März läuft. Während dieser Zeit können Umweltorganisationen, Forschungseinrichtungen und Branchenakteure ihre Meinungen einreichen. Obwohl die Behörde den Ausbau von Starlink bereits genehmigt hat, steht das Projekt der orbitalen Datenzentren weiterhin vor mehreren regulatorischen Herausforderungen wie Wettbewerb, Weltraummüll und Frequenzressourcen. Das Ergebnis dieser Anhörung könnte die zukünftige globale Infrastruktur für KI-Rechenleistung maßgeblich beeinflussen.