
Bloomberg-ETF-Analyst James Seyffart hat auf der X-Plattform offengelegt, dass 21Shares US die Antragsunterlagen für seinen Hyperliquid-ETF aktualisiert hat und bestätigt, dass der Aktiencode THYP lautet. In dieser Aktualisierung wird branchenweit eine offizielle Anpassung der Dokumente als Reaktion auf die Stellungnahme der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) gesehen. Derzeit wurden jedoch noch keine Angaben zu den Verwaltungsgebühren in den Unterlagen offengelegt. Nach Bekanntwerden der Meldung stieg der HYPE-Token unmittelbar an.
(Quelle: James Seyffart)
Im Prüfprozess für Krypto-ETFs geht die SEC normalerweise so vor, dass sie Antragsteller auffordert, ihre Unterlagen durch Stellungnahmen zu aktualisieren. Die Brancheninterpretation zufolge ist dieses Update von 21Shares ein Signal dafür, dass der Antrag in eine tiefergehende Prüfphase übergeht. Seyffart stellte fest, dass dieses Update „Hyperliquid-ETF in den USA zur Börsennotierung noch einen Schritt näher bringt“.
Direkt kurz vor der Aktualisierung der Unterlagen durch 21Shares hatte Bitwise bereits zuvor den Code und die Gebühr für seinen HYPE-ETF veröffentlicht. Die Verwaltungsgebühr beträgt 0,67 % und ist damit einer der derzeit gebührenintensivsten Krypto-ETFs auf dem Markt. Beide Antragsteller warten auf die endgültige Entscheidung der SEC; das Antrags-Tempo beschleunigt sich und läuft auf eine schnellere Annäherung zu.
Die Marktattraktivität des Hyperliquid-ETF basiert auf den erstaunlichen Netzwerk-Grundlagen der Plattform:
30-Tage-Volumen: Über 193 Milliarden US-Dollar (DeFi-Llama-Daten); Aster ist mit nur 65 Milliarden US-Dollar die Nummer zwei in der Branche
365-Tage-Gebührenerlöse: Mehr als 880 Millionen US-Dollar (Token Terminal-Daten), erreicht allein durch 11 Mitarbeiter
30-Tage-Gebührenerlöse: Über 51 Millionen US-Dollar; alle vorrangigen Gebühren wurden bereits dauerhaft verbrannt
Hype-EVM-Stablecoin-Angebot: 1,8 Milliarden US-Dollar; 30-Tage-Stablecoin-Transaktionsvolumen über 9 Milliarden US-Dollar
Bevorstehende Katalysatoren: Die Prognosemarkt-Plattform Outcomes soll an den Start gehen und tritt damit direkt in Wettbewerb mit Polymarket und Kalshi
Der Hyperliquid-ETF steht vor einem Kernrisiko, das in der Branche breit diskutiert wird: die Unsicherheit der Nachfrage nach Altcoin-ETFs. Nach der Genehmigung eines Polkadot-ETFs gab es bislang keinerlei Mittelzuflüsse; dasselbe gilt auch für Altcoin-ETFs wie Litecoin, Dogecoin und Avalanche. Derzeit sind die Marktmittel stark auf ETFs für Mainstream-Assets wie Bitcoin, Ethereum, Ripple und Solana konzentriert. Die DeFi-Dominanz und die Gebühren-Grundlagen von Hyperliquid könnten potenzielle Differenzierungsfaktoren sein, aber ob ETF-Geldzuflüsse angezogen werden können, muss der Markt noch bestätigen.
Technisch gesehen zeigt das HYPE-Tageschart, dass der Token vom Tief bei 20 US-Dollar am 20. Januar auf derzeit etwa 43 US-Dollar gestiegen ist. Er hat den entscheidenden Widerstand bei 43,6 US-Dollar kurzzeitig durchbrochen (Hoch vom 18. März) und damit die Befürchtungen einer Doppel-Top-Formation durchbrochen. Aktuell liegt er über den exponentiellen gleitenden Durchschnitten (EMA) der letzten 50 Tage und 100 Tage sowie über dem Supertrend-Indikator; der Aufwärtsimpuls dominiert. Die nächste wichtige psychologische Marke liegt bei 50 US-Dollar. Bei einem Ausbruch läge das historische Hoch bei etwa 60 US-Dollar, also rund 35 % über dem aktuellen Niveau.
Dieses Update ist ein gängiger Prozessschritt als Reaktion auf die Prüfanmerkungen der SEC und markiert, dass der Antrag in eine tiefergehende Prüfphase eintritt. Branchenanalysten interpretieren dies als weiteren Fortschritt dafür, dass der Hyperliquid-ETF in den USA gelistet wird. Der konkrete Genehmigungszeitplan bleibt jedoch weiterhin der endgültigen Entscheidung der SEC vorbehalten.
Der Hauptunterschied liegt in der Gebühr: Bitwise hat bereits eine Verwaltungsgebühr von 0,67 % veröffentlicht, was ein relativ gebührenintensives Produkt unter den Krypto-ETFs ist; für THYP von 21Shares wurden derzeit noch keine Verwaltungsgebühren offengelegt. Beide zielen darauf ab, die Performance des HYPE-Tokens nachzubilden und institutionellen Anlegern einen regulierten Zugang zu Hyperliquid-Vermögensengagements zu bieten.
Dies ist das zentrale Brancheninteresse an dem damit verbundenen Risikoszenario. Mehrere kürzlich genehmigte Altcoin-ETFs (Polkadot, Litecoin, Dogecoin, Avalanche) haben bislang keinen nennenswerten Mittelzufluss gezeigt; das Anlegerkapital ist weiterhin stark auf ETFs für Mainstream-Assets konzentriert. Hyperliquid könnte aufgrund seiner Dominanz im DeFi-Bereich und der Gebühren-Grundlagen ein Differenzierungsfaktor sein, aber ob sich dies in ETF-Mittelzuflüsse übersetzen lässt, hängt letztlich weiterhin von der Marktnachfrage ab.
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