Gate News, 9. April, aufgrund des durch den Iran-Krieg verursachten Ausfalls der Erdölversorgung im Nahen Osten suchen asiatische Kunden verstärkt nach alternativen Lieferquellen; die US-Rohölexporte dürften im April einen historischen Höchststand erreichen. Die Erdöl-Research-Institution Kpler schätzt, dass das Exportvolumen der USA in diesem Monat von 3,9 Millionen Barrel pro Tag im März um nahezu ein Drittel steigen und auf 5,2 Millionen Barrel pro Tag klettern wird. Die Nachfrage aus Asien wird um 82% wachsen und 2,5 Millionen Barrel pro Tag erreichen. Die Daten zeigen, dass derzeit 68 leere Tanker auf dem Weg in die USA sind, während die Zahl in der Woche vor Ausbruch des Kriegs am 28. Februar 24 Schiffe betrug; das durchschnittliche Niveau des vergangenen Jahres lag bei 27 Schiffen. Der starke Exportanstieg verdeutlicht, dass die Bedeutung der USA als globaler „Swing-Lieferant“ (also der Rolle, die bei Ungleichgewichten zwischen Angebot und Nachfrage die Versorgung schnell ausgleicht) zunehmend steigt, doch der Wettbewerb aus Asien könnte auch die US-Inlandspreise für Öl nach oben treiben und die Befürchtungen verstärken, dass der Iran-Krieg eine neue Inflationsrunde auslöst. Die Trump-Regierung plant derzeit nicht, Erdölexporte zu verbieten, weil Analysten der Ansicht sind, ein Exportverbot würde dazu führen, dass US-Rohöl unverkäuflich wird und Raffinerien ihre Produktion drosseln. Es gibt jedoch eine Meinung, die warnt: Wenn das vom Krieg verursachte Chaos im Nahen Osten weiter dazu führt, dass die Energiekosten steigen, während die Mitte der Präsidentschaftswahlen im November näher rückt, könnte das Weiße Haus seine Haltung ändern.