Manipulierte Bitcoin, dann wechselte zu Silber? Nachdem Jane Street zum größten ETF-Inhaber wurde, fiel Silber in einem Monat um 30%

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Jane Street hat im vierten Quartal des letzten Jahres rekordverdächtige 20,6 Millionen Anteile des BlackRock iShares Silver ETF aufgekauft und ist damit zum größten Inhaber dieses ETFs geworden. Nachdem diese Position offengelegt wurde, ist der Silberpreis seit Ende Februar von seinem Hochpunkt stark gefallen, fast 30 %, wodurch die Marktkapitalisierung um mehr als 1,4 Billionen US-Dollar geschrumpft ist. Der Zeitpunkt dieser Entwicklung passt exakt zusammen und hat Verdacht auf Marktmanipulation geweckt.
(Vorgeschichte: Jane Street wird beschuldigt, den Kryptomarkt „pünktlich um 10 Uhr morgens zu manipulieren“, was nach einer Klage zu einem sofortigen Anstieg des Bitcoin um 10 % führte)
(Hintergrund: Lass den Markt nicht für dich Geschichten erzählen: Ein praktischer Leitfaden für Investorenbeziehungen bei Projekten)

Inhaltsverzeichnis

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  • Wer ist Jane Street: Einer der größten Market Maker weltweit
  • Terraform Labs verklagt Jane Street wegen Insiderhandel
  • Das „Täglich um 10 Uhr morgens Verkaufsphänomen“ – Verdacht

Ende Februar zeigte die Bloomberg-Terminal-Daten, dass der weltweit führende Market Maker Jane Street im vierten Quartal 2024 eine Rekordmenge von 20,6 Millionen Anteilen des BlackRock iShares Silver ETF erworben hat, was ihn zum größten Inhaber dieses Fonds machte.

Kurz nach der Offenlegung dieser Position fiel der Spotpreis für Silber von seinem temporären Hoch Ende Februar stark ab. Bis diese Woche ist der Preis um fast 30 % gefallen, und die Marktkapitalisierung des globalen Silbermarktes hat in diesem Zeitraum mehr als 1,4 Billionen US-Dollar verloren.

Wir sind seit 2009 große Silber-Bullen, aber seid hier äußerst vorsichtig: Es laufen viele finanzielle Konstruktionen.

Jane Street hat im vierten Quartal nicht nur eine Rekordmenge von 20,6 Millionen SLV-Anteilen hinzugefügt, sondern ist jetzt auch der größte Inhaber von SLV. pic.twitter.com/XNEiLz2ltZ
— zerohedge (@zerohedge) 25. Februar 2026

Obwohl es derzeit keine direkten Beweise gibt, dass Jane Street aktiv Silber leerverkauft oder den Markt manipuliert, überschneiden sich die Offenlegung der Positionen und der Zeitpunkt des Preisverfalls stark, was in Gemeinschaften und Finanzkreisen eine lebhafte Diskussion ausgelöst hat.

Einige Experten vermuten, dass diese Institution, die sich auf ETF-Arbitrage und Rohstoffmarkt-Making spezialisiert hat, technisch in der Lage ist, große Long-Positionen zu halten und gleichzeitig durch Derivate zu hedgen oder sogar gegen den Markt zu spekulieren. Dies bleibt jedoch Spekulation, da es an konkreten Beweisen fehlt.

DAS KANN NICHT NUR EIN ZUFALL SEIN.

Am 25. Februar wurde berichtet, dass Jane Street nun der größte Inhaber des BlackRock Silver ETF ist.

Seitdem ist Silber um 28,27 % gefallen und hat 1,4 Billionen Dollar an Wert vernichtet.

Nach der Manipulation von BTC könnte Jane Street nun auch den Silbermarkt manipulieren… pic.twitter.com/qOdxjKChYa
— Ash Crypto (@AshCrypto) 21. März 2026

Wer ist Jane Street: Einer der größten Market Maker weltweit

Jane Street ist ein in New York ansässiges quantitativen Handelsunternehmen, das sich seit langem auf ETF-Arbitrage, Rohstoffe und Derivate spezialisiert hat. Es erzielt jährlich enorme Gewinne und ist führend bei der Bereitstellung von Liquidität für ETFs. Das Geschäft umfasst Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Kryptowährungen und Rohstoffe und gilt als eine der wenigen Institutionen mit Einfluss auf die Preisbildung an den globalen Finanzmärkten.

Große Positionen in einem ETF sind für Jane Street nicht ungewöhnlich. Market Making erfordert den Besitz großer Bestände, um Nachfrage und Angebot ausgleichen zu können. Doch die Tatsache, dass Jane Street nun der größte Inhaber des iShares White Silver ETF ist, deutet auf eine ungewöhnlich große Position hin, was Marktbeobachter als verdächtig empfinden.

Terraform Labs verklagt Jane Street wegen Insiderhandel

Ende Februar berichtete Blockzone, dass der Insolvenzverwalter von Terraform Labs am 24. Februar eine Klage gegen den Market Maker Jane Street eingereicht hat. Laut Gerichtsdokumenten wirft die Klage vor, dass Jane Street nur wenige Stunden vor dem Zusammenbruch des Terra/LUNA-Ökosystems im Jahr 2022 etwa 85 Millionen US-Dollar an UST-Liquidität aus Curve-Fonds abgezogen hat, was den Verdacht auf Insiderhandel nahelegt.

Jane Street bestreitet die Vorwürfe und behauptet, diese seien unbegründet. Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass das Unternehmen in Kontroversen verwickelt ist: Im Juli 2025 wurde es von indischen Aufsichtsbehörden mit einer Geldstrafe von 540 Millionen US-Dollar belegt, wegen Manipulationen im Derivate-Markt.

Das „Täglich um 10 Uhr morgens Verkaufsphänomen“ – Verdacht

Neben dem Rechtsstreit sorgt vor allem das sogenannte „10-Uhr-Morgen-Dumping“ für Aufsehen. Seit einiger Zeit beobachten Händler regelmäßig, dass Bitcoin gegen 10 Uhr morgens (Eastern Time) starke Verkaufswellen zeigt, die mit der Eröffnung der US-Börsen zusammenfallen.

Viele Marktteilnehmer vermuten, dass diese systematischen Verkaufsaktionen kein natürliches Marktverhalten sind, sondern von Market Makern mithilfe von Algorithmen zu festgelegten Zeiten durchgeführt werden.

Analysen von Bull Theory deuten darauf hin, dass nach Bekanntwerden der Klage diese zwei Monate andauernde „unbarmherzige Verkaufswelle“ erstmals pausiert hat. Das tägliche Muster des Verkaufs um 10 Uhr verschwand am Tag der Klageankündigung, was die Verbindung zwischen Jane Street und den Bitcoin-Preisschwankungen verstärkt.

Der Böse ist weg… Das ist momentan die Stimmung auf CT und im Preisverhalten heute. Ich verstehe es auch, dieser große tägliche Dump schien jeden Aufschwung zu killen und alle Stimmung zu zerstören. Reicht es, um eine nachhaltige Erholung zu erreichen? Das werden wir wohl bald sehen. https://t.co/nOau2SPMbz
— Eric Balchunas (@EricBalchunas) 25. Februar 2026

Was den Silbermarkt betrifft, so konzentrieren sich Marktanalysten auf die zentrale Frage: Handelt es sich bei Jane Streets SLV-Positionen um Long-Positionen oder Absicherungen?

Wenn es Letzteres ist, sollten die Verluste der Long-Positionen während des Silberrutschs durch Gewinne der Short-Positionen in Derivaten ausgeglichen werden. Die aktuellen Änderungen bei den SLV-Beständen sind noch nicht veröffentlicht; erst mit der nächsten 13F-Meldung könnten weitere Hinweise sichtbar werden.

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