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Südkoreanische rechtsgerichtete Gesetzgeber haben einen Gesetzentwurf vorgeschlagen, um die Besteuerung von Krypto-Assets abzuschaffen, die am 1. Januar 2027 in Kraft treten soll.
Laut der koreanischen Plattform Digital Asset plant die Hauptoppositionspartei, die People Power Party, eine Strategie, die die spezielle 20% „Krypto-Steuer“ effektiv abschaffen würde, indem Einkünfte aus virtuellen Vermögenswerten in einen einheitlichen Rahmen für Finanzinvestitionen integriert werden, anstatt ein separates Regime nur für digitale Assets durchzusetzen.
Verwandte Lektüre: Crypto Libra Skandal: Neue Beweise enthüllen Zahlungen von Lobbyisten an Präsident MileiDas Vorhaben folgt mehreren Verschiebungen. Regierungs- und Oppositionsparteien wechselten zwischen Versprechen auf Verzögerungen und Forderungen nach schneller Umsetzung, wobei sie die Zeitpläne für die Krypto-Steuer wiederholt als Wahlinstrument gegenüber jungen Wählern nutzten. Die ursprüngliche Steuer von 20% auf Gewinne über etwa ₩2,5 Millionen wurde von 2022 auf 2023 verschoben, dann auf 2025 und schließlich erneut auf 2027, bedingt durch politische Streitigkeiten und Bedenken hinsichtlich des Anlegerschutzes.
Das Kernproblem liegt in der Gleichbehandlung. Krypto-Gewinne sollten bei einem sehr niedrigen Freibetrag mit 20% besteuert werden, während Aktiengewinne nur bei Beträgen über ₩50 Millionen vergleichbare Steuersätze zahlen, was zu Behauptungen führte, dass junge, retail-lastige Krypto-Händler unfair behandelt werden. Song Eon-seok, Fraktionsführer der Partei und Verantwortlicher für die Einbringung des Gesetzentwurfs, erklärte:
Da die Steuer auf Einkünfte aus Finanzinvestitionen für die Entwicklung des Kapitalmarkts und den Schutz der Investoren abgeschafft wurde, wirft die Erhebung einer separaten Einkommenssteuer auf digitale Assets Fragen hinsichtlich Gerechtigkeit und Konsistenz im Steuersystem auf.
Kim Han-gyu, leitender stellvertretender Fraktionsführer für Politik der Demokratischen Partei, antwortete auf den Vorschlag, dass die Regierungspartei den Gesetzentwurf nun diskutieren werde, obwohl „es innerhalb der Partei keine ernsthaften Diskussionen oder Einigkeit gibt“, berichtete die lokale Medien.
Südkorea hat bereits das Virtual Asset User Protection Act eingeführt und kämpft noch um eine zweite Phase des „Virtual Asset Law“, das Stablecoins und eine umfassendere Aufsicht abdeckt, was unterstreicht, dass Besteuerung nur ein Teil eines viel umfassenderen Rahmens ist.
Verwandte Lektüre: Crypto Ist Kein Kult: Warum Vanity Fairs ‘True Believers’-Artikel den Punkt verfehltWährend viele Jurisdiktionen die Steuerdurchsetzung bei digitalen Assets verschärfen, priorisiert Südkorea zunächst regulatorische Schutzmaßnahmen und Marktstrukturen. Es ist jedoch erwähnenswert, dass die Nationale Steuerbehörde Südkoreas auch mit einem starken KI-basierten Crypto-Tracking-System voranschreitet, wie Bitcoinist am 12. März berichtete.
Ein ausgewogeneres Steuergesetz könnte Anreize für koreanische Händler verringern, Volumen ins Ausland oder auf grauzonige Plattformen zu verlagern, was potenziell die inländische Liquidität und institutionelle Beteiligung fördern könnte. Das offensichtliche Ende einer eigenständigen Krypto-Steuer ist eine kurzfristige Erleichterung, aber sobald die einheitliche Finanzinvestitionssteuer eingeführt wird, werden ausgefeilte Berichts- und On-Chain-Tracking-Tools das Risiko von Steuerhinterziehung erhöhen. Aktive Händler sollten sich auf strengere KYC-Verfahren, bessere Aufzeichnungen und die Möglichkeit vorbereiten, dass die heutige Erleichterung in eine robustere, integrierte Steuerregelung von morgen umschlägt.

Zum Zeitpunkt des Schreibens wird BTC im Tageschart bei 70.000 USD gehandelt. Quelle: BTCUSD auf Tradingview
Titelbild von Perplexity, BTCUSD-Chart von Tradingview
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