Gemeinsame Erklärung von sechs Ländern (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und den Niederlanden) zur Verteidigung der Straße von Hormus, aber ohne konkrete Maßnahmen - Brent-Rohöl fällt unter 110 Dollar

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Die sechs Länder Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande und Japan veröffentlichten am 19. eine gemeinsame Erklärung, in der sie ihre Bereitschaft bekunden, „angemessige Maßnahmen“ zum Schutz der Sicherheit der Schifffahrt durch den Hormuzstraße zu ergreifen. Allerdings wurde in der Erklärung bewusst keine konkreten Maßnahmen definiert, was allgemein als strategische Unklarheit interpretiert wird, um den politischen Spielraum der einzelnen Staaten zu wahren.
(Vorgeschichte: Irans größtes Gasfeld wurde angegriffen, Vergeltungsangriffe auf die drei Golfstaaten: Brent-Öl über 110 USD, Diesel auf Vierjahreshoch)
(Hintergrund: Abwärtstrend verstärkt sich! BTC fällt unter 69.000 USD, ETH verliert die 2100 USD-Marke, Gesamtverlust im Netzwerk über 450 Mio. USD)

Inhaltsverzeichnis

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  • Drei konkrete Forderungen der Erklärung
  • Die vage Bedeutung von „angemessigen Maßnahmen“ wirft Zweifel auf
  • Ölpreisschwankungen und die Flucht-Story von Bitcoin

Am Abend des 19. veröffentlichten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande und Japan gemeinsam eine Erklärung, in der sie ihre Bereitschaft bekunden, „angemessige Maßnahmen“ zur Sicherung der Durchfahrt im Hormuzstraße zu ergreifen. Interessant ist jedoch, dass der Wortlaut der Erklärung nie genau angibt, was „angemessen“ eigentlich bedeutet.

Diese vorsichtige Formulierung ist kein Zufall. Zuvor hatte US-Präsident Trump in sozialen Medien öffentlich gewarnt, dass er, falls die Verbündeten weiterhin untätig bleiben, die Verantwortung für die Sicherheit der Straße an die Länder abgeben könnte, die die Wasserstraße tatsächlich nutzen.

Die gemeinsame Erklärung der sechs Staaten wird weithin als Druckmittel gegen Trump interpretiert, doch die absichtliche Unklarheit in der Sprache lässt den einzelnen Ländern Spielraum bei ihrer Politik.

Wir erklären, dass wir bereit sind, angemessene Beiträge zur Sicherung der Durchfahrt im Hormuzstraße zu leisten. Wir begrüßen die Teilnahme anderer Länder an der Planung und deren Verpflichtungen.

Bildquelle: www.gov.uk

Drei konkrete Forderungen der Erklärung

In der Erklärung verurteilen die sechs Staaten scharf die jüngsten Angriffe Irans auf unbewaffnete Handelsschiffe im Persischen Golf und formulieren drei klare Positionen:

Erstens fordern sie den Iran auf, die Resolution 2817 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen einzuhalten und sofort alle Handlungen einzustellen, die die internationale Schifffahrt bedrohen.

Zweitens bekräftigen sie, dass die Freiheit der Navigation ein Grundprinzip des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen (UNCLOS) ist, und rufen alle Staaten auf, dieses Prinzip gemeinsam zu wahren.

Drittens unterstützen die sechs Staaten die Entscheidung der Internationalen Energieagentur (IEA), strategische Ölreserven freizusetzen, und planen, durch Zusammenarbeit mit bestimmten Ölförderländern die Produktion zu erhöhen, um die globale Energiemarktstabilität zu sichern.

In der Erklärung versichern die Staaten außerdem, dass sie den am stärksten betroffenen Ländern Unterstützung durch internationale Finanzinstitutionen anbieten werden.

Wir werden uns auch bemühen, die am stärksten betroffenen Länder zu unterstützen, unter anderem durch die Vereinten Nationen und internationale Finanzinstitutionen.

Die vage Bedeutung von „angemessigen Maßnahmen“ wirft Zweifel auf

Der größte Streitpunkt an dieser Erklärung liegt darin, was sie nicht sagt. Analysen deuten darauf hin, dass „angemessige Maßnahmen“ eine absichtlich vage Formulierung ist, die den einzelnen Ländern Spielraum bei ihrer Interpretation lässt: von diplomatischem Druck, Informationsaustausch bis hin zu tatsächlichen maritimen Schutzmaßnahmen durch die Marine.

Die Erklärung begrüßt lediglich die Teilnahme anderer Länder an der Planung, ohne konkrete Zeitpläne, Führungsstrukturen oder überprüfbare Maßnahmen zu nennen.

Es ist auch zu beachten, dass Irans Position intern widersprüchlich ist. Der iranische Außenminister hatte zuvor erklärt, dass die Blockade nur gegen US- und israelische Schiffe gerichtet sei, und indische Öltanker bereits erfolgreich durch die Straße gefahren seien. Die offizielle Erklärung der Revolutionsgarde hingegen ist deutlich härter: Sie droht, jedes Schiff, das versucht, die Straße gewaltsam zu passieren, zu zerstören.

Diese widersprüchlichen Stimmen erschweren die Lageeinschätzung erheblich.

Ölpreisschwankungen und die Flucht-Story von Bitcoin

Nach der Veröffentlichung der gemeinsamen Erklärung sanken die Brent-Ölpreise leicht und lagen vor Redaktionsschluss bei 106,9 USD pro Barrel. Sollte die „angemessige Maßnahme“ der sechs Staaten jedoch nur bei der Erklärung bleiben und Irans Blockade weiter eskalieren, könnten die Ölpreise erneut steigen. Ob der Kryptomarkt die derzeitige relative Stabilität halten kann, bleibt ein entscheidender Punkt für Beobachtungen.

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