Gate News Nachrichten, 17. März, berichtet die spanische Mediengruppe COPE, dass die nordspanische Region Baskenland mit einem rasanten Anstieg von Kryptowährungsbezogenen Verbrechen konfrontiert ist. Die lokale Polizei Ertzaintza gab bekannt, dass derzeit 541 kryptobezogene Fälle untersucht werden, darunter Betrug, Geldwäsche und illegale Transaktionen.
Die Polizei weist darauf hin, dass mit der Verbreitung digitaler Vermögenswerte wie Bitcoin in Spanien die Zahl der Kriminalfälle, bei denen die Anonymität der Blockchain ausgenutzt wird, deutlich zunimmt. Laut Daten besitzen oder besitzen etwa 11 Millionen Menschen in Spanien bis Ende 2024 Kryptowährungen, was mit einem Anstieg der Kriminalität in Verbindung gebracht wird.
Unter den bekannten Fällen sind 13 Betrugsfälle im Zusammenhang mit Kryptowährungen sowie 2 Fälle der Geldwäsche durch Kryptowährungen. Zudem verfolgt die Polizei Verdachtsfälle von Steuerhinterziehung durch Kryptowährungen und illegalem Warenkauf. Aufgrund der technischen Komplexität dieser Fälle hat die Ertzaintza interdisziplinäre Teams gebildet und Blockchain-Überwachungstools eingeführt, um die Nachverfolgung der Geldflüsse zu verbessern.
Besonders erwähnenswert ist, dass die Social-Media-Plattform Instagram zu einem häufig genutzten Kanal für Betrugsaktivitäten geworden ist. Die Polizei erklärt, dass Betrüger oft durch Identitätsdiebstahl als Erwachsene oder Freunde auftreten, um Opfer zu falschen Krypto-Investitionen zu verleiten oder sie dazu zu bringen, schädliche Apps herunterzuladen, um Geräte aus der Ferne zu kontrollieren und Wallet- sowie Bankkonten zu stehlen.
Außerdem hat die Polizei im Dezember 2024 gemeinsam mit nationalen Strafverfolgungsbehörden ein kriminelles Netzwerk zerschlagen, das in Geldwäsche im Zusammenhang mit Kryptowährungen verwickelt war. Die Gruppe, die in Katalonien ansässig war, nutzte Voice-Phishing und Drogenhandel, um illegale Gelder zu beschaffen, und verwendete Baskenland-Mitglieder, um die Gelder zu extrahieren und zu transferieren.
Die Europäische Polizeibehörde Europol hat zuvor gewarnt, dass kryptobezogene Kriminalität zunehmend komplexer und professioneller wird. Angesichts dieser wachsenden Risiken betonen spanische Regulierungsbehörden, dass alle in Spanien operierenden Krypto-Dienstleister registriert sein müssen, um die Marktransparenz und den Schutz der Nutzer zu erhöhen.
Vor dem Hintergrund der stetigen Zunahme der Verbreitung von Kryptowährungen wird die Balance zwischen Innovation und Sicherheit zu einer zentralen Herausforderung für die Regulierungs- und Strafverfolgungsbehörden in Europa.