Bitcoin hält bei 70.000 $, trotz Spannungen im Nahen Osten, und zeigt eine starke Marktresilienz.
Bei den Börsen gehaltene Bitcoin fallen auf den niedrigsten Stand seit 2017, was auf das Vertrauen der Investoren in das Halten hinweist.
Bedrohungen für die Öl-Infrastruktur sorgen für Volatilität, doch Krypto-Händler bewerten Konfliktrisiken jetzt ruhig.
Die Kryptowährungsmärkte navigieren durch Turbulenzen, während sich der Iran-Israel-US-Konflikt verschärft. Trotz hoher geopolitischer Spannungen zeigen sie überraschende Widerstandskraft. Analysten berichten, dass die Zuversicht auf eine schnelle Lösung nach Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der sagte, die USA würden „sehr entschieden gewinnen“, ihren Höhepunkt erreichte.
In den letzten Tagen haben jedoch Gegenangriffe und Medienberichte über den Konflikt die soziale Stimmung beeinflusst. Zudem nehmen Erwähnungen von „Krieg“ oder „Konflikt“ sowie „Ende“ oder „Über“ in den sozialen Medien im Wochenverlauf zu, was darauf hindeutet, dass die Marktstimmung weiterhin stark auf geopolitische Ereignisse reagiert.
Neben der geopolitischen Stimmung spiegeln die fundamentalen Bitcoin-Daten ein starkes Investorenvertrauen wider. Laut Santiment ist der Anteil der auf Börsen gehaltenen Bitcoin auf den niedrigsten Stand seit November 2017 gefallen. Dies deutet auf eine zunehmende Präferenz für langfristiges Halten hin, trotz der durch Konflikte verursachten Volatilität.
Zwei Wochen nach Beginn des Nahost-Kriegs liegt Bitcoin bei etwa 70.000 $, nur leicht gefallen nach einem US-Angriff auf die iranische Kharg-Insel-Ölexportanlage. Die Kryptowährung erreichte letzten Freitag kurzzeitig ein Hoch von 73.838 $, gab dann jedoch 3,5 % ab.
Der Rückgang wurde jedoch eingedämmt, was darauf hindeutet, dass die Marktteilnehmer nun ein Rahmenwerk entwickelt haben, um die Risiken der Konflikte in Echtzeit zu bewerten. Ether stieg um 5,5 % auf 2.090 $, Dogecoin um 5 %, Solana um 4,2 % auf 88 $ und BNB um 4,5 % auf 655 $.
Zusätzlich brachten Trumps Äußerungen zu Kharg Island neue Variablen in den Markt. Er betonte, die Öl-Infrastruktur „aus Anstand“ zu schonen, warnte jedoch, dass er „sofort neu bewerten“ würde, falls Iran die Straße von Hormuz blockieren sollte. Iran erwiderte, dass jeder Angriff auf Energieanlagen Vergeltungsangriffe auf US-verbundene Einrichtungen auslösen würde.
Folglich könnte jeder zukünftige Konflikt um die Energieinfrastruktur die Versorgung erheblich stören und die Marktvolatilität erhöhen, wobei die IEA bereits dies als die größte potenzielle Versorgungskrise in der Geschichte bezeichnet.