Das US-Finanzministerium sanktioniert Helfer von nordkoreanischen IT-Betrugsnetzwerken, die Kryptoindustrie wird zum Schwerpunktziel

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Am 13. März gab das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums bekannt, dass es sechs Einzelpersonen und zwei Organisationen sanktioniert hat, weil sie angeblich bei der Unterstützung nordkoreanischer IT-Personalorganisationen in Betrugsplänen beteiligt sind. Untersuchungen zeigen, dass dieses Netzwerk über einen längeren Zeitraum hinweg mehrere Branchen, darunter Blockchain-Unternehmen, ins Visier genommen hat, wobei die Gelder angeblich zur Unterstützung nordkoreanischer Waffenkonzerne verwendet wurden.

Laut den Angaben des US-Finanzministeriums gehören zu den sanktionierten Organisationen die nordkoreanische Amnokgang Technology Development Company, die für die Verwaltung der ins Ausland entsandten IT-Techniker verantwortlich gemacht wird. Außerdem wurden die vietnamesische Quangvietdnbg International Services Company Limited und deren Leiter Nguyen Quang Viet auf die Sanktionsliste gesetzt. Die Ermittlungen ergaben, dass das Unternehmen über Kryptowährungskanäle etwa 2,5 Millionen US-Dollar an die betreffenden Netzwerke transferiert hat.

Darüber hinaus wurden Do Phi Khanh, Hoang Van Nguyen, Yun Song Guk, Hoang Minh Quang sowie York Louis Celestino Herrera wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an diesem grenzüberschreitenden IT-Personalnetzwerk sanktioniert. Gemäß den Vorschriften werden alle Vermögenswerte dieser Personen und Organisationen in den USA eingefroren, und es ist ihnen untersagt, Finanztransaktionen mit US-Unternehmen oder -Personen durchzuführen, andernfalls drohen zivil- oder strafrechtliche Konsequenzen.

Sicherheitsbehörden weisen darauf hin, dass die mit Nordkorea verbundenen Betrugsaktivitäten durch IT-Fachkräfte in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen haben und sich auf Nordkorea, Vietnam, Laos und Spanien ausgedehnt haben. Ein Bericht von Google aus dem Jahr 2025 zeigt, dass diese Netzwerke komplexe Infrastrukturen weltweit aufgebaut haben, indem sie sich fälschlicherweise als Mitarbeiter in Technologieunternehmen ausgeben und bösartige Software in internen Netzwerken installieren, um Daten zu stehlen.

Die Blockchain-Analysefirma Chainalysis erklärt, dass diese Art von „Fake-IT-Mitarbeitern“-Betrug zu einer bedeutenden Sicherheitsbedrohung für die Kryptoindustrie geworden ist. Einige dieser Techniker verdienen ihr Gehalt nicht nur durch Fernarbeit, sondern könnten auch bösartige Software in Unternehmenssysteme einschleusen, um Geschäftsgeheimnisse und sensible Informationen zu stehlen.

Die OFAC-Sanktionen umfassen außerdem 21 Kryptowährungs-Adressen auf den Netzwerken Ethereum und TRON. Chainalysis weist darauf hin, dass die gleichzeitige Sanktionierung mehrerer Blockchain-Adressen zeigt, dass die Geldflüsse im Zusammenhang mit Nordkorea sich auf eine Multi-Chain-Struktur ausdehnen. Branchenexperten raten Krypto-Unternehmen, ihre Gegenparteien sorgfältig zu prüfen und ungewöhnliche Zahlungsströme genau zu überwachen, um potenzielle Sicherheitsrisiken zu minimieren.

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