Verzögerung bei der Speichermittelieferung erneut? Katar Helium könnte die Versorgung einstellen, Samsung und SK Hynix prüfen dringend ihre Lagerbestände

ChainNewsAbmedia

Der sich verschärfende Nahost-Konflikt beeinflusst die globale Halbleiter-Lieferkette. Mit den Spannungen im Seeverkehr durch Konflikte zwischen den USA und Iran wird die Versorgung mit Helium, einem unverzichtbaren Schlüsselmaterial in der Halbleiterherstellung, unsicher. Große Chip-Hersteller wie Samsung Electronics und SK Hynix haben bereits Notfallbestandsaufnahmen und Reaktionsmaßnahmen eingeleitet. Medienberichten zufolge stammen bis zu 80 % des Heliums, das in der südkoreanischen Halbleiterindustrie bis 2025 verwendet wird, aus Katar.

Internationale Schifffahrt blockiert im Hormuz-Golf, Heliumversorgung gestört

Die Korea Economic Daily berichtet, dass kürzlich Schiffe, die Helium transportieren, im wichtigen Nahost-Seeweg, dem Hormuz-Golf, kontrolliert werden, was zu Engpässen bei der Rohstofflieferung führt. Da die globale Heliumversorgung stark auf Katar konzentriert ist, könnte eine Blockade im Seeverkehr die Halbleiterindustrie schnell unter Druck setzen.

Helium ist ein bedeutendes Industriegas im Wafer-Herstellungsprozess, hauptsächlich für die Prozesskammern der Halbleiteranlagen. Nach Abschluss der Fertigung werden verbleibende Gase und Verunreinigungen entfernt. Aufgrund der extremen Empfindlichkeit der Nanometer-Chips gegenüber Kontaminationen wird in der Halbleiterproduktion hochreines Helium mit einer Reinheit von bis zu 99,9999 % (6N) verwendet. Das bedeutet, dass bei Problemen in der Heliumversorgung die Effizienz und Kapazität der Wafer-Fabriken unmittelbar beeinträchtigt werden.

Südkoreas Heliumversorgung ist stark von Katar abhängig

Derzeit ist die Heliumversorgung der südkoreanischen Halbleiterindustrie stark auf den Nahost-Raum konzentriert. Daten des koreanischen Zollamts zeigen, dass die Importe von Helium im Jahr 2025 etwa 227 Millionen US-Dollar betragen werden, wobei 64 % aus Katar und 28 % aus den USA stammen. Betrachtet man nur das hochreine Helium für die Halbleiterproduktion, liegt der Anteil aus Katar sogar bei fast 80 %. Mit anderen Worten: Bei einer Blockade im Nahost-Logistiknetz ist es kurzfristig schwierig, alternative Quellen zu finden.

Helium stammt eng verbunden mit der Erdgasindustrie. Katar produziert flüssiges Erdgas (LNG), indem es Erdgas auf unter -162°C abkühlt. Dabei kann etwa 0,1 % bis 0,5 % des Gases als Helium abgetrennt werden. Nach dem Export wird das Helium weiter gereinigt, um die für die Halbleiterfertigung erforderliche hohe Reinheit zu erreichen.

Im koreanischen Markt wird die Heliumversorgung hauptsächlich von den drei globalen Industriegase-Unternehmen Linde, Air Products und Air Liquide kontrolliert. Diese beziehen das Helium meist aus Katar und veredeln es vor Ort in Korea zu hochreinem Produkt, das schließlich an Samsung und SK Hynix geliefert wird.

Halbleiterbranche: Kurzfristige Alternativen für Helium sind schwierig

Brancheninsider weisen darauf hin, dass bei einer Blockade im Hormuz-Golf die kurzfristige Beschaffung alternativer Heliumquellen schwierig sein wird. Samsung und SK Hynix prüfen derzeit intensiv ihre Heliumbestände und diskutieren den Ausbau von Recycling- und Wiederverwendungssystemen, um das Versorgungrisiko zu minimieren. Zudem werden neue Bezugsquellen evaluiert. Die USA gelten als vielversprechende Alternative, da dort die Qualität stabil ist und einige Wafer-Fabriken bereits Erfahrung mit Helium-Recycling haben. Auch wenn die Preise höher sind, könnten diese Quellen schnell die Lücke schließen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Chain News ABMedia unter dem Titel „Memory-Lieferung erneut verschoben? Katar Helium droht auszufallen, Samsung und SK Hynix prüfen Notbestände“

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