
Der Gesetzgeber in Minnesota erwägt ein landesweites Verbot von Bitcoin-Automaten, da Betrugsfälle weiterhin steigen und die Durchsetzung äußerst begrenzt ist. Laut FBI-Daten verursachten Betrugsfälle mit Kryptowährungs-Automaten im letzten Jahr in den USA einen gemeldeten Schaden von über 333 Millionen US-Dollar. In dieser Woche soll eine Anhörung stattfinden, bei der ein Gesetzesentwurf diskutiert wird, der die Verarbeitung virtueller Währungstransaktionen an elektronischen Selbstbedienungsterminals verbietet. Der Entwurf wird von Mitgliedern beider Parteien unterstützt.
Derzeit gibt es in Minnesota etwa 350 lizenzierte Kryptowährungs-Automaten, die an Tankstellen und anderen Einzelhandelsgeschäften installiert sind. Fast 20 Bundesstaaten in den USA haben bereits Regulierungsregeln für solche Geräte erlassen. Minnesota führte 2024 strengere Vorschriften ein, doch Strafverfolgungsbehörden und Verbraucherschutzorganisationen weisen darauf hin, dass Betrüger weiterhin Wege finden, diese Gesetze zu umgehen.
Brenden Silgjord, Polizeichef der Stadt Sartell in Zentral-Minnesota, erklärte, dass Bitcoin-Automaten nach ihrer Installation in der Stadt schnell zu Werkzeugen für Betrüger wurden, um Einwohner um ihre Ersparnisse zu bringen. Er gab zu, dass die Ermittlungen kaum Erfolg haben: „Wir können kaum Mittel und Wege finden, um die Gelder zurückzuholen, geschweige denn einen plausiblen Verdächtigen zu identifizieren.“ Er fügte hinzu, dass selbst bei Verfolgung der Geldflüsse diese oft bereits mehrfach in ausländische digitale Wallets transferiert wurden.
Der amerikanische Verband der Rentner (AARP) in Minnesota, vertreten durch den Manager Thomas Ernes, berichtet, dass Betrüger häufig durch dringliche mündliche Drohungen versuchen, Opfer – vor allem ältere Menschen – dazu zu bringen, große Summen an Bitcoin-Automaten einzuzahlen:
Familiennotfall-Betrug: „Dein Enkel hatte einen Unfall, er braucht dringend Geld“
Versorgungsunternehmen-Drohung: „Die Stadtverwaltung droht, Wasser und Strom abzuschalten, wenn Sie nicht innerhalb einer Stunde zahlen“
Behörden-Imitation: Falsche Steuer- oder Polizeibehörden, die drohen, bei Nichtzahlung rechtliche Konsequenzen zu ziehen
Laut AARP hat ein Großvater aus St. Paul kürzlich fast 9.000 US-Dollar bei einem Betrugsfall verloren. Thomas Ernes betont, dass AARP nicht gegen Kryptowährungen an sich ist, sondern sich für vernünftige Schutzmaßnahmen einsetzt und die neuesten Verbotsvorschläge unterstützt.
Ein Vertreter eines großen Betreibers von Kryptowährungs-Automaten äußerte bei der Anhörung seine Ablehnung eines Verbots und argumentierte, dass ein vollständiges Verbot Betrug nicht grundlegend beseitigen könne, da Betrüger letztlich auf andere Werkzeuge und Kanäle ausweichen würden.
Einige Gesetzgeber sind ebenfalls vorsichtig und möchten vor der Verabschiedung eines Verbots mehr konkrete Informationen über Präventionsmaßnahmen und technische Lösungen aus der Branche erhalten. Diese Meinungsverschiedenheit spiegelt eine breite politische Debatte wider: Soll das Problem der Missbrauchsmöglichkeiten durch ein vollständiges Verbot gelöst werden, oder sollten strengere Regulierungen, Transaktionslimits und Echtzeit-Warnsysteme das Risiko verringern?
In Minnesota gibt es etwa 350 lizenzierte Kryptowährungs-Automaten, doch Betrüger nutzen diese Geräte weiterhin, um Opfer – vor allem ältere Menschen – unter Druck zu setzen und zu betrügen. Trotz verschärfter Vorschriften ab 2024 sind die Betrugsfälle nicht deutlich zurückgegangen, weshalb die Gesetzgeber ein vollständiges Verbot in Erwägung ziehen.
Geld, das Opfer bei Bitcoin-Automaten einzahlen, wird meist schnell auf mehrere ausländische Wallets transferiert, was die Verfolgung nahezu unmöglich macht. Laut FBI-Daten verursachten Betrugsfälle mit Kryptowährungs-Automaten im letzten Jahr einen Schaden von über 333 Millionen US-Dollar, wobei die Rückholquote äußerst gering ist.
Mindestens ein großer Betreiber von Kryptowährungs-Automaten ist gegen das Verbot und meint, dass es Betrug nicht grundlegend verhindern könne, da Betrüger auf andere Methoden ausweichen würden. Einige Gesetzgeber fordern vor der Verabschiedung eines Verbots eine Bewertung technischer Präventionsmaßnahmen, wie verstärkte Transaktionsüberwachung und verpflichtende Warnhinweise.