Am 11. März gab das US-Militär bekannt, dass die US-Streitkräfte kürzlich nahe des Hormuzstrahls iranische Marineziele angegriffen und mehrere Schiffe zerstört haben, darunter 16 kleine Boote, die angeblich zur Minenlegung eingesetzt wurden. Das US Central Command veröffentlichte auf sozialen Plattformen entsprechendes Videomaterial, das zeigt, wie mehrere Geschosse auf an Land oder auf See liegende Schiffe treffen. Der Hormuzstrahl ist eine wichtige Route, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöltransports erfolgt, weshalb die raschen Veränderungen der Lage große Aufmerksamkeit auf die Energiemärkte und die internationale Schifffahrtsbranche ziehen.
Die USA erklärten, dass die Operation am 10. März stattgefunden habe und eng mit der jüngsten Eskalation der Spannungen verbunden sei. Zuvor hatten Beobachter befürchtet, dass Iran im Straßengebiet Minen legen könnte, als Reaktion auf die seit dem 28. Februar laufende gemeinsame Luftangriff-Operation der USA und Israels. In der vergangenen Woche wurden rund zehn Handelsschiffe in der Nähe des Gebiets angegriffen, was zu einer erheblichen Verringerung der Schifffahrtsaktivitäten im Hormuzstrahl führte.
Die Energiemärkte zeigten deutliche Schwankungen. Die Rohöl-Futures stiegen am Sonntag zeitweise auf fast 120 US-Dollar pro Barrel, sanken dann aber wieder unter 100 US-Dollar. Experten gehen davon aus, dass US-Präsident Trump kürzlich Signale der Entspannung ausgesendet hat, die auf eine mögliche Deeskalation hindeuten. Gleichzeitig prüft Washington Strategien zur Linderung der Versorgungsschwierigkeiten, einschließlich einer möglichen Lockerung einiger Öl-Sanktionen.
Gleichzeitig berichteten US-Medien unter Berufung auf zwei anonymen Beamte, dass Teheran im Hormuzstrahl sporadisch Dutzende von Minen deponiert habe, wobei dieses Ausmaß nur einen Teil der potenziellen Minenfähigkeiten Irans darstelle. Trump äußerte auf Truth Social, dass die USA „bisher keinen genauen Bericht über iranische Minen“ erhalten hätten, warnte jedoch gleichzeitig, dass Iran bei entsprechenden Aktionen und ohne sofortige Räumung der Minen „beispiellose militärische Konsequenzen“ zu fürchten habe.
Militärisch verlassen sich die USA derzeit hauptsächlich auf die „Independant“-Klasse der Coastal Combat Ships, um Minenräumungsaufgaben durchzuführen. Diese Schiffe sind mit Unterwasser-Drohnen und Schleppsensoren sowie anderen modernen Minenräumgeräten ausgestattet, doch ist die Zuverlässigkeit dieser Systeme in komplexen Seeverhältnissen umstritten. Frühere Minenräumungsschiffe der „Vengeance“-Klasse wurden bereits außer Dienst gestellt.
Gleichzeitig bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt. Israel kündigte an, weiterhin militärische Angriffe gegen Iran und den Libanon durchzuführen, während einige Golfstaaten berichten, dass sie Drohnen und Raketen aus Iran abfangen. Experten warnen, dass eine weitere Störung der Schifffahrtsstraße im Hormuzstrahl die globale Energieversorgungskette und den internationalen Handel erheblich beeinträchtigen könnte.