Japans Nikkei 225 verzeichnet den drittgrößten Punktverlust in der Geschichte nach einem Intraday-Absturz von 4.200 Punkten

Coinpedia

Der japanische Aktienmarkt erlebte am 9. März eine historische Volatilität, wobei der Nikkei 225 kurzfristig um über 4.200 Punkte abstürzte und letztlich um 2.892,12 Punkte (oder 5,2%) fiel, was den drittgrößten Punktverlust in der Geschichte darstellt.

Historischer Punktverlust

Der japanische Aktienmarkt erlebte am Montag einen Tag beispielloser Volatilität, da der Nikkei 225 durch einen massiven Verkaufsdruck infolge eskalierender Konflikte im Nahen Osten und eines Anstiegs der Rohölpreise stark eingebrochen ist. In einer von Panikverkäufen geprägten Sitzung erreichte der Benchmark-Index seinen dramatischsten Moment, als er kurzzeitig mehr als 4.200 Punkte verlor.

Der Nikkei schloss schließlich mit einem Minus von 2.892,12 Punkten oder 5,2% bei 52.728,72. Trotz einer leichten Erholung von den Tagestiefs stellt die endgültige Zahl den drittgrößten Punktverlust in der Geschichte dar. Auch der breitere Topix-Index wurde getroffen und schloss 141,09 Punkte niedriger bei 3.575,84. Im Prime Market waren die Verluste breit gefächert, wobei Nicht-Eisenmetalle, Maschinenbau und Glasprodukte die größten Verluste verzeichneten.

Schwergewichte im Technologiesektor – die Lieblinge des Marktes bis Februar – wurden besonders hart getroffen, da Investoren aus wachstumsstarken Anlagen ausstiegen. Der Hauptauslöser für den Absturz war ein Wochenende voller geopolitischer Unruhen. Die Rohölpreise schossen in die Höhe, da die Aussichten auf eine schnelle Lösung des Nahost-Konflikts schwanden.

West Texas Intermediate Rohöl-Futures überschritten am Sonntag, dem 8. März, kurzzeitig 119 US-Dollar pro Barrel in New York – ein Höchststand seit Juni 2022. Die Ernennung von Mojtaba Khamenei zum obersten Führer Irans nach dem Tod seines Vaters, Ayatollah Ali Khamenei, signalisierte den Märkten, dass Irans harte Linie wahrscheinlich bestehen bleibt. Zudem sorgten Berichte, wonach Präsident Donald Trump Interesse an einem Einsatz US-amerikanischer Bodentruppen im Iran gezeigt haben soll, für Unsicherheit an den Handelsplätzen.

„Der Markt scheint bereits vier oder fünf Wochen [des Konflikts] einzukalkulieren, oder sogar länger, wie Präsident Trump gesagt hat“, sagte Masahiro Ichikawa, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui DS Asset Management Co.

Die Energiekrise setzte den japanischen Yen sofort unter Druck. Der US-Dollar stieg in Tokio auf den oberen Bereich von 158 Yen, während Händler die Auswirkungen steigender Energiekosten auf die importabhängige Wirtschaft Japans abwägten. Strategen bei Nomura Securities Co. deuteten an, dass selbst bei einem Führungswechsel in Iran das religiöse und politische Regime konstant bleibe, was darauf hindeutet, dass das Risikoaufschlag auf Öl – und der daraus resultierende Druck auf die Aktien – langfristig bestehen bleiben könnte.

Die Turbulenzen in Tokio spiegelten sich am Montag auch in den wichtigsten asiatischen Finanzzentren wider, da die Kombination aus steigenden Energiepreisen und geopolitischer Instabilität eine breite regionale Verkaufswelle auslöste. In Südkorea war die Volatilität extrem, was die Korea Exchange dazu zwang, während der Morgensitzung eine Circuit Breaker zu aktivieren, nachdem der Index um mehr als 8% eingebrochen war. Der Benchmark Kospi schloss mit einem Minus von 333 Punkten oder 6% bei 5.251,87.

In Hongkong fiel der Hang Seng Index um 349 Punkte oder 1,4% auf 25.408. Der Shanghai Composite sank um 0,7% und schloss bei 4.096, während der technologieintensive STAR Composite Index um 1,4% nachgab.

FAQ ❓

  • Was hat den jüngsten Rückgang des Nikkei 225 verursacht? Ein massiver Verkaufsdruck wurde durch eskalierende Konflikte im Nahen Osten und steigende Rohölpreise ausgelöst.
  • Wie bedeutend war der Rückgang des Nikkei 225? Der Index fiel um 2.892,12 Punkte, was einem Rückgang von 5,2% entspricht und den drittgrößten Punktverlust in der Geschichte darstellt.
  • Welche Sektoren waren am stärksten betroffen? Nicht-Eisenmetalle, Maschinenbau und Technologiesektoren führten die breit gefächerten Verluste im Prime Market an.
  • Wie hat sich diese Volatilität auf den japanischen Yen ausgewirkt? Der Yen geriet unter Druck, während der US-Dollar in Tokio auf den oberen Bereich von 158 Yen stieg, bedingt durch die steigenden Energiekosten.
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