Asiatische Aktienmärkte verzeichnen den schlimmsten Rückgang seit Jahren! Japanische und koreanische Indizes fallen um 6%, Ölpreis überschreitet 110 US-Dollar

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亞洲股市崩盤

Montag, während der militärische Konflikt im Iran in die zweite Woche geht und weiter eskaliert, erlebten die asiatischen Aktienmärkte die stärksten Tagesverluste seit Jahren. Der Nikkei 225 fiel beim Börsenstart um 6,2 % auf 52.166 Punkte, der Kospi in Südkorea sank um 6,3 %. WTI-Rohöl stieg beim asiatischen Börsenstart zeitweise auf 111 US-Dollar pro Barrel, Brent-Öl näherte sich 110 US-Dollar, was die höchsten Werte seit Anfang 2022 sind.

Asiatische Aktienmärkte im Absturz: Die Kettenreaktion hinter den Zahlen

Der Ausverkauf an den asiatischen Aktienmärkten traf vor allem Japan und Südkorea, beide verzeichneten Tagesverluste von über 6 %, während der broade TOPIX-Index an der Tokioter Börse um 4,3 % fiel. Die S&P 500 Futures sanken um 1,6 %, die Nasdaq 100 Futures fielen zeitweise um 2 %, was auf anhaltenden Druck nach US- und europäischen Börseneröffnungen hindeutet.

Analysten weisen darauf hin, dass dieser Abverkauf die kurzfristige emotionale Reaktion übersteigt und eine systematische Neubewertung der Märkte im Hinblick auf eine langfristige Eskalation des Konflikts widerspiegelt. Mit der Ausweitung Irans auf die Nachbarländer im Persischen Golf beginnen Investoren, die Erwartungen an ein schnelles Ende des Konflikts zu revidieren und stattdessen eine länger anhaltende Unterbrechung der Energieversorgung neu zu bewerten.

Geopolitische Eskalation: Neuer oberster Führer schießt erstmals Raketen auf Israel

Die geopolitische Lage verschärfte sich am Wochenende rapide:

Irans Ausweitung der Angriffe: Am Sonntag berichteten Katar, Kuwait und Bahrain von Angriffen mit Raketen und Drohnen, Irans Angriffe erstreckten sich von Israel auf die gesamte Golfregion.

US-Botschaftsmitarbeiter werden evakuiert: Die USA ordneten die Evakuierung nicht dringender Botschaftspersonal aus Saudi-Arabien an, was auf eine Einschätzung einer weiteren Verschärfung der Lage hindeutet.

Neuer oberster Führer greift erstmals an: Am Montag schoss Iran unter der Führung des neuen obersten Führers Ayatollah Khamenei erstmals Raketen auf Israel ab, was den Beginn einer neuen Phase militärischer Aktionen durch die Führung markiert.

Trumps harte Haltung: US-Präsident Trump erklärte, die Angriffe auf den Iran würden so lange andauern, bis „sie kapitulieren oder wahrscheinlich noch viel schlimmer zusammenbrechen“.

US-Dollar als Fluchtwährung, Gold fällt, Kryptowährungen folgen dem Risikoappetit

Die Kapitalflüsse zeigen ein klares Krisenmuster. Der US-Dollar-Index (DXY) stieg um 0,69 % auf 99,67, was auf eine Flucht in sichere Anlagen hindeutet. Analysten betonen, dass die USA durch ihre Rolle als Energie-Exporteur und sicheren Hafen den Dollar zum größten Profiteur dieses Konflikts machen.

Gold fiel ungewöhnlich um 2,2 % auf 5.056 US-Dollar pro Unze – die Logik dahinter ist, dass die Inflationserwartungen im Energiesektor die langfristigen Zinsen steigen lassen. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen stieg um 5 Basispunkte auf 4,19 %, was die Attraktivität von zinstragenden Anlagen erhöht und den Opportunity Cost für Gold erhöht.

Kryptowährungen sanken ebenfalls: Bitcoin fiel um 1,4 % auf 66.374 US-Dollar, Ethereum um 1,1 % auf 1.950 US-Dollar, was die Flucht in sichere Anlagen bei riskanten Vermögenswerten widerspiegelt. Bemerkenswert ist, dass die US-amerikanischen Non-Farm Payrolls im letzten Monat um 92.000 Arbeitsplätze gesunken sind – der größte Rückgang seit Beginn der Pandemie. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise verschärft sich die makroökonomische Sorge einer „Stagflation“ – eine Kombination aus Wachstumsverlangsamung und Inflation, die die Bewertung verschiedener Vermögenswerte komplexer macht.

Häufig gestellte Fragen

Warum sind die Verluste an den asiatischen Aktienmärkten so stark?

Der Rückgang wird hauptsächlich durch zwei Faktoren getrieben: Erstens durch den erstmals seit 2022 wieder über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegenen Ölpreis, der die Energiekosten und damit die Gewinnprognosen der Unternehmen belastet; zweitens durch die Eskalation des iranisch-militärischen Konflikts in der zweiten Woche, die die Befürchtung einer langfristigen Sperrung des Hormuzstrahls deutlich erhöht hat, was institutionelle Investoren dazu veranlasst, ihre Risikoexposition schnell zu reduzieren.

Warum fällt Gold während der Kriegseskalation?

Gold fällt, weil die Inflationserwartungen im Energiesektor die langfristigen Zinsen steigen lassen, was die Opportunitätskosten für Gold erhöht. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen steigt auf 4,19 %, was die Attraktivität von Gold als risikoarmer Anlage verringert, da Investoren vermehrt in zinstragende Anlagen wie den US-Dollar flüchten.

Können Kryptowährungen als Fluchtalternative in dieser geopolitischen Krise dienen?

In diesem Fall zeigen Bitcoin und Ethereum keine unabhängige Fluchtfunktion, sondern fallen gemeinsam mit den Risikoanlagen. Die Kapitalflüsse deuten darauf hin, dass bei extremer geopolitischer Unsicherheit der US-Dollar weiterhin die bevorzugte Fluchtwährung ist. Kryptowährungen werden weiterhin als risikoreiche Anlagen mit hohem Beta-Wert gesehen und sind kein sicherer Hafen, ähnlich wie Technologiewerte, die ebenfalls unter Druck stehen.

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