Die internationale Finanzermittlungsbehörde Financial Action Task Force (FATF) gibt bekannt, dass Stablecoins derzeit den Großteil illegaler Kryptowährungstätigkeiten ausmachen, und fordert eine verstärkte Überwachung der Emittenten. In einem 42-seitigen Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde, erklärt die in Paris ansässige Behörde, dass USD-gebundene Token zunehmend bei Geldwäscherei, Betrug und grenzüberschreitenden Zahlungen im Zusammenhang mit sanktionierten Netzwerken verwendet werden, darunter Organisationen mit Verbindungen zu Iran und Nordkorea.
Die FATF schätzt, dass im Jahr 2024 etwa 51 Milliarden USD an illegalen Stablecoin-Transaktionen im Zusammenhang mit Betrug und Täuschung stattfinden werden. Daten von Chainalysis zeigen, dass Stablecoins im Jahr 2025 bis zu 84 % des Gesamtwerts von 154 Milliarden USD an illegalen digitalen Vermögenswerten ausmachen. Eine weitere Studie von TRM Labs berichtet, dass illegale Akteure im Jahr 2025 141 Milliarden USD an Stablecoins erhalten haben — der höchste Wert in fünf Jahren.
Die FATF warnt außerdem, dass Peer-to-Peer-Transaktionen über nicht regulierte Wallets weiterhin eine große Schwachstelle darstellen, und empfiehlt die Anwendung von Anti-Geldwäsche-Vorschriften auf Stablecoin-Emittenten.