Gold hatte eine harte Woche nach einem starken Anstieg zu Beginn des Jahres. Das Metall wird derzeit bei etwa 5.173 US-Dollar pro Unze gehandelt, was in der vergangenen Woche einen Rückgang von etwa 4 % bedeutet, da der Verkaufsdruck im Edelmetallmarkt zugenommen hat.
Der Rückgang fällt mit einer überraschenden Entwicklung im ETF-Markt zusammen. Ein Diagramm, das von Katusa Research geteilt wurde, zeigt, dass der SPDR Gold Shares ETF (GLD) gerade den größten wöchentlichen Abfluss in seiner gesamten Geschichte verzeichnet hat.
Laut den Daten sind in einer einzigen Woche mehr als 4,2 Milliarden US-Dollar aus dem Fonds abgezogen worden, was den größten wöchentlichen Rückzug seit der Gründung des ETFs vor fast zwei Jahrzehnten darstellt.
Das von Katusa Research veröffentlichte Diagramm verfolgt die wöchentlichen Fondsflüsse im GLD ETF seit 2004. Die meisten Ein- und Ausflüsse bleiben relativ moderat, wobei grüne Balken Wochen anzeigen, in denen Geld in den Fonds fließt, und rote Balken Wochen, in denen Kapital abfließt.
Gelegentlich gibt es größere Ausschläge während Phasen von Marktturbulenzen oder starken Rallyes. Aber die jüngste Bewegung fällt deutlich auf.
Quelle: X/@KatusaResearch
Das Diagramm zeigt 5. März 2026, als GLD 4,2 Milliarden US-Dollar in einer einzigen Woche abgezogen wurden. Dieser Rückgang ist deutlich größer als jeder vorherige rote Balken im Diagramm, was ihn zum größten wöchentlichen Abfluss in der Geschichte des ETFs macht.
Was die Bewegung noch interessanter macht, ist der Zeitpunkt. Der Abfluss erfolgte während Gold in der Nähe von Rekordhöhen gehandelt wurde, was darauf hindeutet, dass einige Investoren nach dem massiven Preisanstieg Gewinne mitnehmen könnten.
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Eine andere Interpretation der Daten ist, dass einige Investoren ihre ETF-Exposition in physisches Gold umwandeln könnten.
Wenn Investoren Anteile an GLD verkaufen, muss der ETF möglicherweise seine zugrunde liegenden Goldbestände anpassen. In einigen Fällen können große Abflüsse darauf hinweisen, dass institutionelle Investoren Anteile zurücknehmen und die physische Ware anstelle des ETFs in Empfang nehmen.
Diese Dynamik könnte erklären, warum der Abfluss gerade in einer Zeit stattfindet, in der das globale Interesse am Goldpreis stark bleibt.
In den letzten Jahren waren Zentralbanken unter den größten Käufern von Gold und haben große Mengen des Metalls zu ihren Reserven hinzugefügt. Gleichzeitig haben geopolitische Spannungen und Inflationsängste die Investoren weiterhin in Sachwerte getrieben.
Das Ergebnis ist ein Markt, in dem die Goldpreise trotz ungewöhnlicher Volatilität bei den ETF-Flows historisch hoch bleiben.