Pakistan verabschiedet das Virtual Assets Act 2026, um einen rechtlichen Rahmen für Krypto-Unternehmen und die Überwachung digitaler Vermögenswerte zu schaffen.
Das Virtual Assets Act verlangt von Krypto-Börsen, Wallet-Anbietern und Token-Emittenten, vor der Geschäftstätigkeit Lizenzen zu erhalten.
Pakistan führt strenge Strafen für nicht lizenzierte Krypto-Operationen im Rahmen des Virtual Assets Act 2026 ein.
Pakistan hat offiziell einen rechtlichen Rahmen für Kryptowährungen angekündigt. Das Virtual Assets Act 2026 wurde am 6. März im Parlament verabschiedet. Der Präsident unterzeichnete das Gesetz am selben Tag. Damit ist die Regulierung digitaler Vermögenswerte nun Teil des Rechtssystems des Landes.
🚨 EILMELDUNG: Pakistan verabschiedet Virtual Assets Act 2026, errichtet die Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority zur Lizenzierung von Krypto-Börsen
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— Coin Gabbar (@coin_gabbar_) 7. März 2026
Zuvor wurde der Sektor durch eine vorläufige präsidiale Verordnung vom Juli 2025 geregelt. Diese war jedoch keine dauerhafte Lösung. Das neue Gesetz ersetzt die frühere Maßnahme durch eine vollständige rechtliche Struktur.
Das Gesetz bestätigt auch die dauerhafte Rolle der Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority. Die Regulierungsbehörde agiert nun als Bundesbehörde mit klarer rechtlicher Befugnis. Daher kann sie Krypto-Unternehmen mit stärkerer Unterstützung überwachen.
In den letzten Jahren hat die Krypto-Aktivität in Pakistan zugenommen. Es wird geschätzt, dass 30 bis 40 Millionen Menschen im Land digitale Vermögenswerte verkaufen oder besitzen. Aufgrund dieser großen Nutzerzahl sahen sich die Behörden gezwungen, explizitere regulatorische Richtlinien zu entwickeln.
Das neue Gesetz verlangt von Krypto-Unternehmen, vor der Geschäftstätigkeit in Pakistan Lizenzen zu erwerben. Diese Anforderung gilt für Börsen, Verwahrer und Wallet-Anbieter. Ebenso betrifft sie Plattformen, die digitale Token ausgeben.
Die Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority wird das Lizenzsystem verwalten. Die Regulierungsbehörde kann Lizenzen genehmigen, aussetzen oder widerrufen, wenn nötig. Außerdem kann sie die Einhaltung der Vorschriften im gesamten Sektor durchsetzen.
Frühere Schritte in Richtung Lizenzierung begannen im Jahr 2025. Im September dieses Jahres lud die Regulierungsbehörde internationale Krypto-Firmen zur Bewerbung ein. Unternehmen müssen jedoch bereits in wichtigen Jurisdiktionen zugelassen sein.
Beispielsweise müssen Firmen in Regionen wie den USA, der Europäischen Union oder Singapur tätig sein. Sie müssen zudem Mindestkapitalanforderungen erfüllen. Außerdem müssen die Dienste den Scharia-Finanzrichtlinien entsprechen.
Das Gesetz gewährt der Regulierungsbehörde auch operative Befugnisse. Sie darf Verträge unterzeichnen und Eigentum besitzen. Diese Befugnisse helfen der Behörde, als vollwertige Institution zu fungieren.
Das Virtual Assets Act führt strenge Strafen bei Verstößen ein. Der Betrieb eines Krypto-Geschäfts ohne Lizenz hat nun schwerwiegende Konsequenzen. Die Behörden können Geldstrafen bis zu PKR 50 Millionen verhängen.
Zusätzlich könnten Täter bis zu fünf Jahre Haftstrafe erhalten. Diese Strafen gelten für alle Unternehmen, die Krypto-Dienste ohne Genehmigung anbieten.
Das Gesetz spricht auch unautorisierte digitale Vermögenswerbung an. Das Starten oder Bewerben eines nicht genehmigten Token-Angebots kann zu Strafen führen. Die Täter könnten mit Geldbußen von bis zu PKR 25 Millionen belegt werden.
Die Behörden können auch Haftstrafen von bis zu drei Jahren verhängen. Mit diesen Regeln wollen die Regulierungsbehörden illegale Aktivitäten im Krypto-Markt eindämmen.
Das Gesetz stärkt zudem die Finanzaufsicht. Die Regulierungsbehörden werden Anti-Geldwäsche-Regeln im gesamten Sektor durchsetzen. Sie werden auch die Einhaltung der Standards zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung überwachen.
Das Gesetz enthält auch Maßnahmen zur Unterstützung der Digital-Asset-Branche. Die Regierung kann spezielle virtuelle Asset-Zonen im ganzen Land einrichten. Diese Zonen sollen Blockchain- und Fintech-Unternehmen anziehen.
Die Standorte dieser Zonen wurden noch nicht bekannt gegeben. Dennoch signalisiert die Maßnahme Interesse an einer stärkeren Fintech-Umgebung.
Das Gesetz legt auch die Struktur der Regulierungsbehörde fest. Vertreter großer Finanzinstitute werden an der Aufsicht beteiligt sein. Dazu gehören die State Bank of Pakistan und die Securities and Exchange Commission of Pakistan.
Unabhängige Branchenexperten werden ebenfalls Teil der Behörde sein. Einige Börsen haben bereits mit dem Regulierungsprozess begonnen. Pakistan hat Binance und HTX genehmigt, lokale Tochtergesellschaften unter den neuen Krypto-Regeln zu registrieren. HTX erhielt im Dezember 2025 eine No Objection Certificate.
Binance erhielt in derselben Zeit eine ähnliche vorläufige Genehmigung. Diese Genehmigungen erlauben den Börsen jedoch noch keinen Betrieb. Beide Unternehmen müssen den vollständigen Lizenzierungsprozess abschließen, bevor sie in Pakistan Dienste anbieten können.