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Etwas mehr als 10.000 Bitcoin — von fast 20 Millionen im Umlauf — befinden sich in Wallets, die tatsächlich einer Quantenattacke ausgesetzt sind.
Verwandte Lektüre: USA bewegt Bitcoin während Iran-Schlägen — Markt beobachtet genau Das stammt von CoinShares, einem Krypto-Asset-Management-Unternehmen, das im Februar feststellte, dass nur 10.230 Coins sowohl anfällig für Quantencomputing sind als auch mit Wallet-Adressen verbunden sind, deren kryptografische Schlüssel öffentlich sichtbar sind.
Bei aktuellen Preisen entspricht das fast 730 Millionen US-Dollar — eine Summe, die das Unternehmen als Routinehandel und nicht als Marktkrise bezeichnet.
Die Erkenntnis fällt in eine unangenehme Zeit. Diese Woche postete PsiQuantum-Mitbegründer Peter Shadbolt ein Foto auf X, das die Baustelle in Chicago zeigt, auf der sein Unternehmen das erste kommerziell nutzbare Quantencomputersystem der Welt baut.
In sechs Tagen hatten die Arbeiter 500 Tonnen Stahl errichtet. Das Gebäude wird eine Maschine beherbergen, die 1 Million Qubits — eine Einheit der Quantencomputing-Leistung — betreiben kann.
Wissenschaftler sagen, dass diese Kapazität theoretisch ausreicht, um die Art der Verschlüsselung zu knacken, die Bitcoin-Wallets schützt.
Das Unternehmen hat 1 Milliarde US-Dollar für das Projekt gesammelt, das im September angekündigt wurde, mit dem Chiphersteller Nvidia als Schlüsselpartner.
PsiQuantum sagt, dass die Anlage so konzipiert ist, dass sie fehler-tolerantes Quantencomputing unterstützt und als Infrastruktur für die nächste Generation KI-Systeme dient.
Zum Vergleich: Der größte derzeit am California Institute of Technology betriebene Quantencomputer arbeitet mit 6.100 Qubits. Ein Sprung auf 1 Million stellt eine Größenordnung dar, die in diesem Bereich bisher einzigartig ist.
Die Verschlüsselung von Bitcoin basiert auf 256-Bit-Kryptografieschlüsseln. Ein im letzten Monat veröffentlichtes Preprint schätzte, dass etwa 100.000 Qubits notwendig wären, um 2048-Bit-Schlüssel zu knacken — was mathematisch gesehen mit einem 1-Million-Qubit-Computer möglich wäre.
Experten haben jedoch schon lange darauf hingewiesen, dass die reine Anzahl der Qubits nur ein Teil der Gleichung ist. Fehlerquoten und Systemstabilität sind ebenso entscheidend.

BTCUSD wird im 24-Stunden-Chart bei 68.470 US-Dollar gehandelt: TradingView
Nicht alle Bitcoin-Wallets sind gleich exponiert. Coins, die in Adressen gehalten werden, die noch nie eine Transaktion durchgeführt haben — sogenannte unspent transaction outputs, oder UTXOs — gelten als am stärksten gefährdet, insbesondere jene, deren öffentliche Schlüssel auf der Blockchain offengelegt wurden. Viele dieser Wallets stammen aus den frühesten Tagen von Bitcoin.
Bitcoin-Entwickler diskutieren, wie sie reagieren sollen. Eine Option ist ein Hard Fork — eine grundlegende Änderung am Netzwerk-Code — um post-quantum Kryptographie einzuführen.
Verwandte Lektüre: Bitcoin erhält von Saylor’s Strategie ein 200-Millionen-Dollar-Votum des Vertrauens Ein Mitautor von BIP-360, einem Vorschlag zur Quantenresistenz von Bitcoin, sagte, dass die Umsetzung des Upgrades bis zu sieben Jahre dauern könnte.
PsiQuantum hat erklärt, dass es nicht vorhat, seine Technologie zu verwenden, um Bitcoin anzugreifen. Mitbegründer Terry Rudolph machte diesen Punkt öffentlich auf einem Bitcoin-Quanten-Gipfel im Juli letzten Jahres.
Experten auf diesem Gebiet sagen, dass eine echte Quantenbedrohung für Bitcoin noch mindestens ein Jahrzehnt entfernt ist.
Für den Moment läuft die Bauarbeit in Chicago weiter — 500 Tonnen Stahl und es werden mehr.
Featured image from Unsplash+/Alex Shuper, Chart von TradingView
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