Bewertung von 75 Milliarden US-Dollar: Revolut beantragt US-Banklizenz, direkte Verbindung zu Fedwire und ACH, beschleunigt die globale Expansion digitaler Banken

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Am 6. März wurde bekannt gegeben, dass das in London ansässige Fintech-Unternehmen Revolut einen Antrag auf eine nationale Banklizenz bei der US-Notenbankaufsichtsbehörde (OCC) gestellt hat. Ziel ist es, in den USA als regulierte Bank tätig zu werden und direkt auf zentrale Zahlungssysteme wie Fedwire und das Automated Clearing House (ACH) zuzugreifen. Dieser Schritt gilt als bedeutender Meilenstein in Revoluts globaler Digitalbank-Strategie, wobei der US-Markt zu einer Schlüsselregion für die Expansion wird.

Wenn die Genehmigung erteilt wird, kann Revolut direkt mit den Fedwire- und ACH-Systemen verbunden werden, die täglich Transaktionen im Wert von Billionen Dollar zwischen Finanzinstituten abwickeln. Durch den direkten Zugang zu den Kerninfrastrukturen des Zahlungsverkehrs kann Revolut die Abhängigkeit von Zwischenbanken verringern, die Effizienz bei grenzüberschreitenden Geldtransfers steigern und die Kontrolle über die Abwicklungsvorgänge verbessern.

Derzeit betreibt Revolut in den USA hauptsächlich durch die Zusammenarbeit mit der Lead Bank, um Konten und Zahlungsdienste für Nutzer anzubieten. Kundengelder sind durch die Einlagensicherung der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) bei der Lead Bank geschützt. Während des Genehmigungsverfahrens erklärte Revolut, dass einige Produkte und Dienstleistungen je nach Region angepasst werden könnten.

Nach Erhalt der Banklizenz plant Revolut, sein Produktportfolio zu erweitern, einschließlich der Einführung von Privatkrediten und Kreditkarten. Zudem würde die Lizenz es dem Unternehmen ermöglichen, direkt Einlagen zu halten, wodurch die Abhängigkeit von Partnerbanken reduziert und ein umfassenderes digitales Bankensystem aufgebaut werden könnte. Zuvor hatte Revolut erwogen, durch den Erwerb einer US-Bank in den Markt einzutreten, zog diese Pläne jedoch im Januar 2026 zurück und entschied sich stattdessen für die Beantragung einer neuen Banklizenz.

Sid Jajodia, CEO von Revolut USA, erklärte, dass das aktuelle US-Politikum für Finanzinnovationen offener sei, was einer der Hauptgründe für die Antragstellung sei. Er betonte, dass die regulatorische Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich der Kryptowährungen, zunehmend klarer würden und somit den Fintech-Unternehmen eine deutlichere Orientierung für die Geschäftsexpansion böten.

Laut aktuellen Daten ist Revolut in über 40 Märkten weltweit aktiv, mit mehr als 70 Millionen Nutzern und einer Unternehmensbewertung von etwa 75 Milliarden US-Dollar. Sollte die US-Banklizenz genehmigt werden, würde das Unternehmen seine regulatorische Präsenz außerhalb Europas erheblich ausbauen und seine Wettbewerbsfähigkeit im Bereich digitaler Zahlungen, Kryptowährungsdienstleistungen und globaler Fintech-Entwicklungen weiter stärken.

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