
Bloomberg ETF-Analyst Eric Balchunas sagte am Donnerstag, dass trotz eines Rückgangs von 57 % bei Solana (SOL)-Token seit dem Start des entsprechenden ETFs in den USA im Juli 2025, diese Fonds weiterhin 1,5 Milliarden US-Dollar an Kapital anziehen und keine signifikanten Rücknahmen verzeichnen. Balchunas ergänzte, dass 50 % des in den Solana-ETF fließenden Kapitals von institutionellen Investoren stammen.
(Quelle: Bloomberg Intelligence)
Balchunas wies auf X (ehemals Twitter) darauf hin, dass die Performance des Solana-ETFs eine ungewöhnliche Branchenerscheinung ist. Er zitiert die Branchenregel: ETFs, die in fallenden Märkten eingeführt werden, können kaum Kapitalzuflüsse aufrechterhalten. „Wenn sie in den ersten sechs Monaten 57 % an Wert verlieren, überleben die meisten kaum ein Jahr. Solanas Vorgehen widerspricht schlicht den physikalischen Gesetzen.“
Hier sind die aktuellen wichtigsten Kapitalflüsse des Solana-ETFs:
Balchunas’ Kernaussage ist: Der Anteil von 50 % institutioneller Investoren bedeutet nicht nur eine bedeutende Kapitalmenge, sondern auch eine langfristige Investitionsabsicht, was eine potenzielle Basis für zukünftiges Wachstum darstellt.
Balchunas bietet einen präzisen Vergleichsrahmen: Da die Marktkapitalisierung von Solana etwa 50 Milliarden US-Dollar beträgt, deutlich niedriger als die von Bitcoin mit rund 1,4 Billionen US-Dollar, besteht bei einem direkten Vergleich der ETF-Zuflüsse eine Größenabweichung.
Wenn man die Kapitalzuflüsse des Solana-ETFs an die Marktkapitalisierung anpasst, entspricht der äquivalente Nettozufluss etwa 54 Milliarden US-Dollar, was ungefähr doppelt so hoch ist wie die Nettozuflüsse des Bitcoin-ETFs im gleichen Zeitraum.
Balchunas betont besonders die unterschiedlichen Rahmenbedingungen: Nach der Einführung des Bitcoin-ETFs stieg der BTC-Preis kontinuierlich, was günstige Bedingungen schuf; beim Solana-ETF hingegen ist die Token-Performance weiterhin rückläufig, was die relative Performance nach Marktkapitalisierung in Branchenvergleichen besonders hervorhebt.
Die Spot-Performance von SOL steht im starken Gegensatz zu den institutionellen Zuflüssen in den ETF. Im Januar 2025 erreichte SOL durch den Hype um Meme-Coins einen Höchststand von 293 US-Dollar pro Token; danach sank die Stimmung rapide. Laut CoinGecko liegt der aktuelle Kurs bei etwa 88 US-Dollar, was einem Rückgang von 70 % gegenüber dem Höchststand entspricht, mit einem Tagesverlust von 2,7 % und einem Rückgang von 11 % im letzten Monat.
Seit dem Börsengang des ETFs ist der Kurs um 57 % gefallen. Das bedeutet, dass alle Investoren, die frühzeitig eingestiegen sind, derzeit auf Buchverlust sitzen. Die anhaltende Bindung institutioneller Gelder zeigt jedoch, dass diese nicht in großem Stil Rücknahmen tätigen, sondern eine langfristige Haltung bewahren.
Laut Eric Balchunas ist der Anteil von 50 % institutioneller Investoren entscheidend. Institutionelle Anleger verfolgen meist eine langfristige Strategie und ziehen kurzfristige Preisschwankungen nicht sofort in Betracht. Dies schafft eine relativ stabile Kapitalbasis, die es dem Solana-ETF ermöglicht, trotz Gegenwinds insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar an Nettozuflüssen zu halten.
Balchunas bezieht sich auf Branchenregeln: ETFs, die in einem fallenden Marktumfeld gestartet werden, können kaum positive Kapitalflüsse aufrechterhalten. Die meisten dieser Fonds überleben kaum ein bis zwei Jahre. Dass der Solana-ETF trotz eines Rückgangs von 57 % noch 1,5 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen verzeichnet, hält er für eine Verletzung dieser Branchenregel.
Wenn man die Kapitalzuflüsse des Solana-ETFs an die Marktkapitalisierung anpasst (50 Mrd. USD für Solana vs. 1,4 Bio. USD für Bitcoin), ergibt sich ein äquivalenter Zufluss von etwa 54 Mrd. USD, doppelt so viel wie die Nettozuflüsse des Bitcoin-ETFs im gleichen Zeitraum. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Bitcoin-ETF bei einem Aufwärtstrend gestartet ist, während der Solana-ETF mit einem rückläufigen Token-Markt konfrontiert ist, was die unterschiedlichen Rahmenbedingungen unterstreicht.