Staking hat sich im Bereich der Krypto-Assets als beliebte Portfoliostrategie etabliert, die sowohl Liquidität als auch Erträge bietet. Im Gegensatz zum Handel, bei dem Vermögenswerte verkauft werden müssen, um Gewinne zu realisieren, ermöglicht Staking den Inhabern, durch die Teilnahme an Konsensmechanismen von Blockchain-Netzwerken oder On-Chain-Protokollen fortlaufende Erträge zu erzielen – und das, ohne das Eigentum an ihren Vermögenswerten abzugeben.
Für Anleger, die während des Haltens ihrer Assets zusätzliche Renditen erzielen möchten, ist es entscheidend, zu wissen, welche Token auf verschiedenen Plattformen für das Staking unterstützt werden und wie deren jeweilige Ertragsstrukturen aussehen. Dies ist der erste Schritt zu einer fundierten Entscheidungsfindung.
Grundlagen und Ertragsquellen des Stakings
Um Staking-Erträge zu verstehen, muss zunächst klar sein, wie Staking funktioniert. Im Kern bedeutet Staking, dass Krypto-Assets innerhalb eines Blockchain-Netzwerks gesperrt werden, um Transaktionen zu validieren, Daten zu speichern oder den Netzwerkstatus aufrechtzuerhalten. Als Belohnung für diesen Beitrag zum Netzwerk schütten Protokolle neu erzeugte Token oder einen Anteil an den Netzwerkgebühren an die Staker aus.
Verschiedene Blockchains nutzen unterschiedliche Konsensmechanismen. In Proof-of-Stake-(PoS)-Netzwerken wie Ethereum (ETH) und Solana (SOL) müssen Validatoren eine bestimmte Menge an nativen Token hinterlegen, um das Recht zu erhalten, Blöcke zu produzieren. Indem Staker ihre Assets an einen Validator-Node delegieren, erhalten sie einen anteiligen Anteil an dessen Blockbelohnungen und Transaktionsgebühren.
Die Staking-Renditen schwanken aufgrund mehrerer Faktoren: Gesamteinsatz im Netzwerk, On-Chain-Aktivität, Token-Inflationsrate sowie die Regeln zur Belohnungsverteilung des jeweiligen Protokolls. Daher sind die angegebenen jährlichen Referenzerträge beim Staking nicht fest, sondern passen sich dynamisch an die Netzwerkbedingungen an.
Beliebte Staking-Token auf Gate und Referenzerträge
Im Bereich „On-chain Earn" von Gate erhalten Nutzer Zugang zu Multi-Chain-Staking-Möglichkeiten. Unterstützt werden derzeit Dutzende führender Krypto-Assets, darunter BTC, ETH, SOL, GUSD, GT und USDT. Aufgrund unterschiedlicher Netzwerkmechanismen und von Angebot und Nachfrage am Markt variieren die jährlichen Referenzerträge zwischen den Token erheblich.
Stand 22. Juli 2026, basierend auf den Plattformdaten von Gate, ergeben sich für die wichtigsten Token folgende jährliche Referenzerträge:
- Bitcoin (BTC): Der jährliche Referenzertrag liegt bei 2,67 %. Als Basiswert des Kryptomarktes bietet Bitcoin relativ stabile Staking-Erträge und eignet sich damit für langfristige Anleger mit geringerem Risikoprofil.
- Ethereum (ETH): Der jährliche Referenzertrag beträgt 4,02 %. Seit dem vollständigen Übergang von Ethereum zu PoS ist Staking für ETH-Inhaber ein zentraler Kanal für passives Einkommen. Ein Referenzertrag von 4,02 % bewegt sich im angemessenen Rahmen der großen PoS-Netzwerke.
- Solana (SOL): Der jährliche Referenzertrag liegt bei 7,93 %. Solanas hohe Transaktionsgeschwindigkeit und niedrige Gebühren haben eine große DeFi-Nutzerschaft angezogen. Die höhere Staking-Rendite spiegelt die aktive Netzwerknutzung und den Inflationsplan wider.
- GUSD: Der jährliche Referenzertrag beträgt 3,8 %. Als regulierter Stablecoin bietet GUSD-Staking eine stabile Einkommensoption für Nutzer, die Preisschwankungen am Kryptomarkt vermeiden möchten.
- GT (Gate-eigener Token): Der jährliche Referenzertrag liegt bei 0,87 %. Auch wenn die Staking-Rendite von GT vergleichsweise niedriger ist, liegt der Wert des Tokens in seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten innerhalb des Gate-Ökosystems, etwa bei Handelsgebührenrabatten und Launchpad-Berechtigungen.
- USDT: Der jährliche Referenzertrag kann bis zu 3,7 % erreichen. Als einer der weltweit am häufigsten genutzten Stablecoins bietet USDT-Staking Erträge, die mit festverzinslichen Produkten vergleichbar sind.
Staffelzinsen: Vorteile für kleinere Staker
Die oben genannten jährlichen Referenzerträge gelten nicht einheitlich für alle Staking-Beträge. Gate verwendet ein Modell mit gestaffelten Zinssätzen – je nach gestaktem Betrag gelten unterschiedliche jährliche Erträge.
Das Prinzip der Staffelzinsen besteht darin, dass frühe oder kleinere Staker im Gesamtpool in der Regel höhere Renditen erhalten, während die Grenzerträge mit wachsendem Gesamtvolumen sinken. Dieses Modell bevorzugt kleinere Staker und ist alltagstauglicher für durchschnittliche Nutzer.
Beispielsweise gilt der maximale jährliche Referenzertrag von 3,7 % bei USDT meist nur für Staking-Beträge innerhalb eines bestimmten Bereichs. Überschreitet der gestakte Betrag diese Grenze, wird der darüberliegende Teil niedriger verzinst.
Dieses Modell erfüllt zwei Zwecke: Auf Protokollebene verhindern Staffelzinsen, dass Großanleger die Validierungsressourcen des Netzwerks monopolisieren, und fördern eine breitere Verteilung des Staking-Pools. Auf Nutzerebene profitieren kleinere Staker von wettbewerbsfähigeren Renditen, was die Einstiegshürde für gewöhnliche Nutzer senkt.
Daher sollten Nutzer bei der Bewertung von Staking-Erträgen nicht nur auf eine einzelne Kennzahl achten, sondern auch den geplanten Staking-Betrag berücksichtigen und die detaillierten Staffelzins-Tabellen der Plattform für jeden Token konsultieren, um die erwarteten Erträge präzise zu berechnen.
Risikohinweise beim Staking
Die Rendite ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl von Staking-Assets, aber nicht der einzige. Vor der Teilnahme am Staking sollten Nutzer folgende Risiken kennen:
- Liquiditätsrisiko: Gestakte Assets sind in der Regel gesperrt und können während der Staking-Periode nicht frei übertragen oder gehandelt werden. Einige Plattformen bieten zwar eine „Unstake"-Funktion, diese ist jedoch oft mit einer Wartezeit verbunden (wie etwa die Auszahlungswarteschlange bei Ethereum), in der Marktchancen verpasst werden können.
- Slashing-Risiko: In PoS-Netzwerken kann es passieren, dass ein Validator-Node offline geht, doppelt signiert oder sich böswillig verhält. In diesem Fall kann das Protokoll einen Teil der gestakten Assets einziehen („Slashing"). Staker, die an diesen Node delegiert haben, tragen den Verlust anteilig mit. Die Auswahl renommierter und stabiler Validatoren ist entscheidend, um dieses Risiko zu minimieren.
- Protokollrisiko: Staking-Erträge hängen von den Protokollregeln ab. Wird das Protokoll angegriffen, ausgenutzt oder durch Governance-Entscheidungen verändert, kann die Sicherheit der gestakten Assets gefährdet sein.
- Renditevolatilität: Die jährlichen Referenzerträge sind dynamisch und werden durch das Gesamtvolumen, den Token-Preis sowie Protokoll-Inflationsparameter beeinflusst. Nutzer sollten aktuelle Renditen nicht als garantierte zukünftige Erträge betrachten.
So nehmen Sie am Staking auf Gate teil
Gate bietet eine benutzerfreundliche Staking-Erfahrung. Nach dem Login in Ihr Gate-Konto wechseln Sie in den Bereich „On-chain Earn", um alle unterstützten Staking-Token und deren jährliche Referenzerträge einzusehen. Auf jeder Token-Seite finden Sie die spezifischen Staffelzinsen, die erwartete Renditespanne und die Mindestanforderungen für das Staking.
Sobald Sie einen Token auswählen und den gewünschten Staking-Betrag eingeben, berechnet das System automatisch Ihre erwartete Rendite und zeigt vor der Bestätigung alle wichtigen Informationen an, darunter Staking-Periode, Einlösungsregeln und Hinweise. Nach der Bestätigung wird das Staking sofort wirksam und die Erträge werden automatisch gemäß dem Blockzyklus des Netzwerks gutgeschrieben.
Fazit
Die Staking-Plattform von Gate bietet Krypto-Inhabern Ertragsmöglichkeiten für Dutzende wichtiger Token, darunter BTC, ETH, SOL, GUSD, GT und USDT. Stand 22. Juli 2026 reichen die jährlichen Referenzerträge von 0,87 % (GT) bis 7,93 % (SOL) und variieren deutlich. Das Modell der Staffelzinsen verschafft kleineren Stakern wettbewerbsfähigere Erträge und senkt die Einstiegshürde für alltägliche Nutzer.
Bei Staking-Entscheidungen sollten Nutzer mehrere Faktoren abwägen: Referenzerträge, Staffelzinsbereiche, Sperrfristen, Slashing-Risiko und Protokollsicherheit. Staking ist keine risikofreie Ertragsstrategie – es handelt sich um einen Ansatz im Asset-Management, der ein Verständnis der zugrundeliegenden Netzwerkmechanismen und die Akzeptanz der damit verbundenen Risiken erfordert.
FAQ
F: Wie hoch ist der Mindestbetrag für das Staking auf Gate?
Die Mindestanforderungen für das Staking unterscheiden sich je nach Token. Nutzer können die jeweiligen Mindestbeträge auf der Detailseite jedes Tokens im Bereich „On-chain Earn" von Gate einsehen. Einige Token haben niedrige Mindestbeträge und sind daher auch für kleinere Inhaber zugänglich.
F: Kann ich meine gestakten Assets jederzeit einlösen?
Die Einlösungsregeln hängen vom jeweiligen Token und Netzwerk ab. Manche Token unterstützen sofortiges Unstaking, während andere eine netzwerkdefinierte Sperrfrist erfordern (wie etwa die Auszahlungswarteschlange bei Ethereum). Bitte lesen Sie vor dem Staking die Produktdetails zu jedem Token sorgfältig durch.
F: Sind die jährlichen Referenzerträge fest?
Nein. Die jährlichen Referenzerträge schwanken in Abhängigkeit vom gesamten Netzwerkvolumen, der On-Chain-Aktivität, Protokollparametern und weiteren Faktoren. Die angezeigte Rendite dient lediglich als Referenz und stellt keine Garantie für zukünftige Erträge dar.
F: Wie werden Staffelzinsen berechnet?
Staffelzinsen bedeuten, dass verschiedene Betragsbereiche beim Staking für unterschiedliche jährliche Renditen qualifizieren. Kleinere gestakte Beträge erhalten in der Regel höhere Zinssätze, während überschreitende Beträge niedriger verzinst werden. Nutzer können die vollständige Zinstabelle auf der Detailseite jedes Tokens einsehen oder ihren gewünschten Staking-Betrag eingeben, um die automatische Renditeberechnung des Systems zu nutzen.
F: In welcher Form werden die Staking-Erträge ausgezahlt?
Die Erträge werden in der Regel in dem Token ausgeschüttet, der auch gestakt wurde. Wer zum Beispiel ETH stakt, erhält Belohnungen in ETH; wer SOL stakt, erhält Belohnungen in SOL. Die Erträge werden dem Staking-Konto des Nutzers automatisch gutgeschrieben.




