Die parlamentarische Kommission, die Libra untersuchte, hat ihren Abschlussbericht vorgelegt, der vorschlägt, Präsident Milei solle aufgrund seiner Förderung des Projekts untersucht werden. Die Untersuchung ergab, dass Milei sein Bild zur Förderung anderer Währungen wie KIP verwendet hatte und dabei auf Schwierigkeiten stieß.
Die Fakten
Die argentinische Parlamentskommission, die für die Untersuchung von Libra zuständig war, hat ihren Abschlussbericht vorgelegt, in dem die Fakten und Ergebnisse ihrer Arbeit während ihrer dreimonatigen Amtszeit dargelegt werden. In dem Bericht fordert die Gruppe das Parlament auf, zu prüfen, ob der Präsident der Nation bei der Ausübung seiner Pflichten ein Fehlverhalten begangen hat.
Der Bericht stellte außerdem fest, dass „La Libertad Avanza“, bekannt als Libra, kein isoliertes Projekt war und dass Präsident Milei im Dezember 2024 eine Verbindung mit dem KIP Protocol einging, als er auch eine andere Kryptowährung bewarb.
Im Rahmen ihrer Erkenntnisse stellte die Kommission fest, dass Milei sich 16 Mal mit Mauricio Novelli, Manuel Terrones Godoy, Hayden Davis und Sergio Morales traf, die am Start von Libra beteiligt waren.
Alle diese Treffen wurden von seiner Schwester Karina Milei autorisiert und überwacht, wobei sie zumindest die Nutzung von Regierungseinrichtungen zuließ, um „eine Handlung durchzuführen, die als mutmaßlicher Betrug von internationalem Ausmaß untersucht wird.“
Maximiliano Ferraro, Präsident der Kommission, hob hervor, dass Milei die Vertragsnummer von Libra in sozialen Medien veröffentlichte, noch bevor diese öffentlich bekannt war, und erklärte, dass das Projekt ohne seine Werbung nicht das registrierte Beteiligungsniveau erreicht hätte.
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Warum das relevant ist
Während Milei bestritt, in Zusammenhang mit seinen Werbemaßnahmen ein Fehlverhalten begangen zu haben, wirft der Bericht Fragen zum tatsächlichen Ausmaß der Beteiligung des argentinischen Staatschefs, seiner Schwester und ihrer Verbindung zu weiteren Libra-Förderern auf.
Der Bericht könnte als Unterstützung für das laufende Verfahren dienen, auch wenn die Abgeordneten angaben, keinerlei Unterstützung von der Staatsanwaltschaft und dem für den Fall zuständigen Bundesrichter erhalten zu haben.
Ebenso erschien kein einziger geladener Regierungsvertreter vor der Kommission.
Ausblick
Das Libra-Dokument könnte den Weg für eine vertiefte Untersuchung im Parlament ebnen und sogar zu weiteren Maßnahmen gegen die Regierung Milei führen, die bereits durch Korruptionsvorwürfe gegen Karina Milei und die Nationale Agentur für Menschen mit Behinderung belastet ist.
Der Bericht fordert das Parlament auf, ein mögliches Fehlverhalten von Präsident Milei im Zusammenhang mit seiner Beteiligung am Kryptowährungsprojekt Libra zu untersuchen.
Er stellte fest, dass Milei mit dem KIP Protocol in Verbindung stand und 16 Treffen mit Schlüsselpersonen abhielt, die an der Einführung von Libra beteiligt waren – alle unter Aufsicht seiner Schwester Karina Milei.
Maximiliano Ferraro wies darauf hin, dass Milei die Vertragsnummer von Libra in sozialen Medien teilte, bevor sie öffentlich bekannt war, was auf Werbemaßnahmen hindeutet, die ein Fehlverhalten nahelegen könnten.
Die Ergebnisse könnten zu tiefergehenden parlamentarischen Untersuchungen und weiteren Schritten gegen Mileis Regierung führen, die bereits mit Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit seiner Schwester konfrontiert ist.